Hide and Seek 

Deutscher Titel: Das Kussduell
(Blanvalet, 06/2002)

Amerikanische Originalausgabe: von 2001

Autorin: Cherry Adair

Verlag: Ivy Books

ISBN: 0-449-00684-0

Bewertung: 4.0

Delanie Eastman, eigentlich Kleinstadt-Kindergärtnerin mit einem ruhigen Lebenswandel, hat zum zweiten Mal im Leben etwas gewagt als sie den kriminellen Bandenchef Ramón Montero in dessen südamerikanische Heimat begleitet, wo er ein großes Anwesen, gut versteckt im Dschungel, besitzt. Monteros hübsche Freundinnen tauchen nämlich alle nie wieder auf und eine von diesen spurlos Verschwundenen ist auch Delanies Schwester, die sie nun verzweifelt zu finden versucht. Familienmitglieder aus Schwierigkeiten zu retten, ist sowieso Alltag für Delanie, aber dieses Mal ist die Sache doch ziemlich gefährlich.

Kurz nach der Ankunft in Südamerika taucht dort Dr. Kyle Wright auf - ausgerechnet der Mann, mit dem Delanie einige Jahre zuvor eine kurze unvergessene leidenschaftliche Affäre hatte. Aber auch wenn es noch schwer knistert zwischen beiden, versucht Kyle mit allen Mitteln Delanie zur Abreise zu bewegen, denn nach jahrelanger sorgfältiger Vorbereitung und Arbeit Undercover, soll Monteros Verbrecherring endlich zerschlagen werden. Delanies Anwesenheit könnte die ganze Aktion gefährden und ob wohl er ihr die Pose als dumme Blondine nicht abnimmt, kann er ihr nicht verraten, dass er in Wahrheit kein skrupelloser Krimineller ist. Und auch Delanie glaubt, ihre wahren Absichten verschweigen zu müssen.

Tag und Nacht von Monteros Privatarmee, Abhöranlagen und Videokameras überwacht, wird das Katz'-und-Maus-Spiel für beide immer brenzliger...

Voller Action und spritziger Dialoge ist dieser Roman von Cherry Adair, in dem die Geschichte von Marnies Bruder Kyle (siehe Kiss and Tell) erzählt wird. Dem Plot muss man allerdings mal wieder sehr viel Wohlwollen entgegenbringen - es geht doch ziemlich wild und wirr her. Da es hier darum geht, dass ein irrer Terrorist sich biologische Waffen verschaffen will, hinterlässt das Buch zur Zeit einen seltsamen Nachgeschmack - zur Realitätsflucht ist es also nicht geeignet, obwohl man hier sicher gehen kann, dass am Ende das Gute siegt. Gut zu wissen, dass Marnie noch zwei Brüder hat, man darf also auf weitere Feuerwerke von der Autorin gespannt sein.

Review von Ina D., 27.10.2001

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