Autorin: Patricia Alge
Verlag: Heyne TB € 6,95
Genre: Historical
Bewertung: 4.5Ägypten 1219:
Ranulf de Bretaux hat sich gerade erfolgreich in
einer Schlacht geschlagen. Er hatte aber auch Glück, denn ein
für ihn bestimmter Schwerthieb wurde von Lord Lamont abgefangen.
Wie ihm sein getreuer Freund Kasim gerade berichtet, ist der Lord
dadurch schwer verletzt worden, und es musste ein Arm abgenommen
werden. Als Ranulf den Lord im Krankenzelt besucht, richtet dieser eine
Bitte an ihn. Solange er krank und nicht reisefähig ist, soll
Ranulf nach Schottland reisen und Val dabei helfen, Lamonts Burg zu
verteidigen. Ranulf ist einverstanden, er wird dem jungen Val
kurz zur Seite stehen, um dann wieder seiner Wege zu gehen.
Schottland 1220: Valandra hat gerade den Versuch von McGregor,
Walkmoor Castle, in seine Hände zu bekommen, mit einer List
erfolgreich abgewiesen. Seit das Gerücht im Umlauf ist, dass ihr
Vater nicht mehr lebt, versuchen immer mehr Clansführer aus der
Umgebung, sich die Burg anzueignen. Valandra weiß, dass sie
Walkmoor mit ihren begrenzten Möglichkeiten, wohl nicht mehr allzu
lange wird halten können. Ihr wird daher schwer ums Herz, als sich
schon wieder Reiter der Burg nähern. Sie glaubt McGregor wäre
zurückgekommen. Aber es ist de Bretaux mit seinen Gefolgsleuten.
Da Valandra misstrauisch ist, muss Ranulf lange verhandeln, bis sich
das Burgtor öffnet. Als Val dem Ritter gegenüber steht, sie
hat immer noch ihre Rüstung an, denkt Ranulf, welch ein Zwerg! Er
hat sich den Sohn von Lamont doch etwas anders vorgestellt. Er ist
daher ziemlich geschockt, als Val den Helm abnimmt, und er erkennen
muss, dass es sich um eine Frau handelt.
Er nimmt sehr schnell das Heft in die Hand, nach seiner Meinung, sollte
eine Frau keine Burg verteidigen müssen. Val sträubt sich
aber heftig dagegen, sie will einen Fremden nicht so ohne weiteres das
Kommando überlassen. Also fliegen erst einmal die Fetzen, aber so
langsam entwickelt Val zärtliche Gefühle für diesen
Hünen. Ranulf geht es nicht viel besser, am liebsten würde er
diese junge mutige Frau, für immer beschützen. Aber der
Ritter hütet ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit.
Deswegen glaubt er, dass er keine Frau an sich binden darf. Erst als
Val in großer Gefahr schwebt, wird er anderen Sinnes, aber da ist
es schon fast zu spät.
Da ist der Autorin wieder eine wunderbare Liebesgeschichte gelungen,
mit einer mutigen Heldin, der so einiges widerfährt. Man leidet
mit ihr, IHM verzeiht man sein langes Zögern, seine Furcht
war einfach zu groß, dass seine dunkle Vergangenheit auch seine
Liebste bedrohen könnte. Unbedingt zu empfehlen!
Kritik geschrieben am 20.4.2004 von Uschi
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