Little Bitty Lies

Amerikanische Originalausgabe: von 2003

Autorin: Mary Kay Andrews

Verlag: Harper Collins

Preis: $ 24,95

Bewertung: 3.5

Alle sagen es und auch Mary Bliss McGowan glaubt es: Sie führt eine vorbildliche Ehe. Das sich so viele in ihrer Nachbarschaft scheiden lassen, ist zwar betrüblich, aber Mary Bliss glaubt nicht, das irgendetwas ihre Ehe erschüttern kann. Bis zu dem Tag, als sie nach Hause kommt und alles was ihr Mann ihr hinterlassen hat, ist eine Nachricht, das er mit dem gesamten Geld verschwunden ist. Zu groß ist die Schande, als das Mary Bliss eingestehen würde, von ihrem Vorbild-Ehemann sitzengelassen worden zu sein. Also plant sie mit ihrer besten Freundin, ihren Mann bei einem Unfall "umkommen" zu lassen. Vielleicht hat sie dann noch die Chance von einer Versicherung Geld zu bekommen, denn sie muss nicht nur das Schulgeld für ihre Tochter Erin aufbringen, sondern auch noch die Raten für das Haus bezahlen, das ihr sonst genommen wird.

Mary Bliss fängt an Lügen zu erzählen. Ihrer Tochter macht sie weiß, der Vater wäre auf einer Geschäftsreise, die Gläubiger muss sie sich vom Hals halten und so führt eine kleine Lüge zur nächsten, bis sich Mary Bliss dermaßen in ihr Lügennetz verstrickt hat, das sie selber glaubt, die Wahrheit zu erzählen. Aber da ist noch ihre Schwiegermutter Eula, die allen immer wieder lautstark verkündet, das ihr Sohn auf einer tropischen Insel sitzt, und sein Leben genießt. Und plötzlich interessiert sich auch noch der Ex-Cop Matt Hayslip für den Aufenthaltsort von Parker McGowan.

Kann Mary Bliss das Spiel wirklich gewinnen oder wird es am Ende etwa nur Verlierer geben?

Leider reicht Mary Kay Andrews zweites Buch nicht an ihr Erstlingswerk "Savannah Blues" heran. Der Anfang von "Little Bitty Lies" ist super, dann flacht die Story allerdings ab. Zwischendurch denkt man immer wieder die Autorin würde nur Anlauf nehmen für einen richtigen Durchstarter, aber man wird stets enttäuscht. Schade, hier werden einfach zu viele Klischees aufgearbeitet und auch der Schluss ist viel zu durchsichtig. Der Hardcover-Kauf lohnt sich nicht, hier wartet man besser auf das Taschenbuch.

Kritik geschrieben am 27.09.03 von Isolde W.

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