"Die Braut mit der Maske"

Originaltitel: The Maiden Bride

Autorin: Rexanne Becnel

Verlag: Heyne

Bewertung: 1.5

 

Linnea und Beatrix de Valcourt sind eineiige Zwillinge, was für Linnea als Jüngere beinahe das Todesurteil gewesen wäre, da man im Mittelalter teilweise dachte, Zwillinge teilten sich eine Seele und das Zweitgeborene würde alle bösen Eigenschaften in sich vereinen. Von den Burgbewohnern und ihrer Großmutter als Hexe behandelt, leidet Linnea sehr und hängt mit aller Liebe an ihrer Schwester.

Als der Erzfeind der Valcourts, der brutale Axton de la Manse, die Burg erobert und Beatrix heiraten will, um rechtmäßig in den Besitz der Burg zu kommen, beschließt Linnea sich als Beatrix auszugeben, um ihrer Schwester dieses Schicksal zu ersparen. Sie setzt dieses Vorhaben in die Tat um und leidet fortan noch mehr. Axton hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, "Beatrix" nach allen Kräften zu demütigen und zu erniedrigen.

Trotzdem kann "Beatrix" irgendwann zu ihm durchdringen und gerade als sich die beiden ein wenig näher gekommen sind und alle Zeichen auf Verständigung stehen, erfährt Axton die Wahrheit. Sofort bestellt er die richtige Beatrix auf die Burg und will sie heiraten. Linnea würde er aber sehr gerne als Geliebte behalten! Beatrix kommt zusammen mit Henry Plantagenet und Beatrix' Verlobtem, da Henry ein Duell zwischen den beiden Bewerbern durchführen lassen will. Axton gewinnt dieses Duell und plant nun fest seine Hochzeit mit Beatrix. Allerdings merkt er so langsam, daß er eigentlich die falsche Schwester heiraten will, doch um in den Besitz der Burg zu kommen, muß er Beatrix als Ältere heiraten. Werden Linnea und Axton trotzdem zueinander finden?

Dieses Buch ist mit wenigen Worten zu beschreiben: überflüssig, schwachsinnig, schlecht. Linnea, die die meiste Zeit nur in Tränen aufgelöst ist, kann einem wirklich nur Leid tun, denn so ein widerliches Ekelpaket wie Axton hat wirklich keine auch nur halbwegs nette Frau verdient.

Ich bin zwar kein Becnel-Fan, aber sie hat doch bedeutend besseres geschrieben, aus welchen Motiven sie dieses merkwürdige Machwerk fabriziert hat, würde mich aber doch interessieren. Am schlimmsten ist meiner Meinung nach der deutsche Titel des Buches: in dem ganzen Buch kommt keine Maske vor. Auch wenn das sinnbildlich gemeint sein soll, paßt es trotzdem nicht zu der Handlung. Daß das dieses Buch von mir noch 1.5 Punkte erhält, liegt lediglich an dem Mitleid für Linnea, was ich die ganze Zeit beim Lesen mit ihr verspürte...

Reviewed am 28.10.99 von Angela

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