"Die Herrin von Rosecliffe"

Originaltitel: The Mistress of Rosecliffe (2000)

Autorin: Rexanne Becnel

Verlag: Heyne Verlag, August 2002

ISBN: 3-453-21023-9

Preis: 6,50 EUR

Bewertung: 4.5

Wales 1154: Die Krönung von König Heinrich II von England steht kurz bevor. Deshalb reist Rand FitzHugh mit seiner ganzen Familie nach London. Mit fast der ganzen Familie, da seine älteste Tochter Isolde den von ihm genannten Heiratskandidaten ablehnt und zur Strafe zu Hause bleiben muss. Isolde übernimmt also in der Zeit die Aufgabe der Herrin von Rosecliffe und nutzt die Gelegenheit, die Burg zu verschönern.

Da sie sehr für Musik und Unterhaltung ist, lässt sie gegen den Rat ihres Haushofmeisters den Musikanten Reevius und seine drei Kumpane zur Unterhaltung auf die Burg. Der eigentliche Grund, den sie sich aber zuerst nicht eingestehen will, ist ihre Faszination für Reevius - ohne auch nur zu ahnen, dass sich hinter dem anziehenden Mann Rhys ap Owein verbirgt, der sich an den Engländern für die vermeintliche Knechtung der Waliser rächen will. Isolde ist glücklich, dass ihr Reevius das Lautespielen beibringen will, kann sie doch damit länger mit ihm zusammen sein.

Rhys ist sich seiner sehr sicher. Allerdings gefällt es ihm gar nicht, dass er so ein großes Verlangen seiner Feindin gegenüber empfindet. Er verführt Isolde. Doch dabei erkennt die junge Frau, wen sie wirklich vor sich hat. Sie erkennt den Mann, der sie bereits von zehn Jahren entführen wollte. Nun ist sie seine Geisel in ihrem eigenen Heim. Doch nichtsdestotrotz entwickeln beide immer mehr Gefühle füreinander. Rhys muss insgeheim sich gestehen, dass auf Rosecliffe kein einziger Waliser ausgebeutet wird.

Nun beginnt das lange Warten auf die Rückkehr der Familie. Währenddessen treffen die beiden starrköpfigen Menschen mit starkem Willen oft aufeinander. Isolde fürchtet sich vor der Rückkehr, plant Rhys doch, ihren Vater und Onkel im Kampf zu töten. D.h. egal wie der Kampf auch ausgehen wird, es wird immer jemand sterben, den sie von ganzem Herzen liebt. Wie ist dieses Problem nur zu lösen?

Ich finde, dass dieses Buch ein wirklich gelungener Abschluss der Trilogie ist. Die Gefühle der Hauptpersonen waren sehr gut nachzuvollziehen und vor allem auch gut ausgeführt. Ich habe mich sehr gefreut, dass in dem Buch weniger Handlung nach dem Motto *Du-bist-mein-Feind-und-deshalb-hasse-ich-dich* vorkam - zumindest was die beiden Hauptpersonen angeht. Alles in allem sehr zu empfehlen.

Geschrieben von Karin M. am 17.08.2002

Weitere Bücher von Rexanne Becnel:


|| Zurück zu Historischen Romanen || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zur Hauptseite ||