Jo Beverley Review Page

|| Lord des Feuers (Nicole) || My Lady Notorious || Lord des Feuers (Isolde) || Lord des Feuers (Maria) ||
|| Tempting Fortune || Lord of Midnight || ... doch die Liebe war stärker || Maskenspiel der Leidenschaft ||

"Lord des Feuers"


Originaltitel: Forbidden
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,00 DM
Bewertung: 5.0
Genre: Historical

INHALT:

Lord Middlethorpe steht kurz vor der Hochzeit mit einer langweiligen Adelstochter. Da springt Serena in seine Kutsche, auf der Flucht vor ihren Brüdern. Die bezaubernde Ausreißerin lässt ihn alle Vorsätze vergessen, und ein handfester Skandal braut sich zusammen. Jetzt geht es um die Entscheidung: guter Ruf oder Leidenschaft ...

MEINE EINSCHÄTZUNG:

Der Schreibstil von Jo Beverley ist wirklich mehr als gelungen und auch die Geschichte an sich ist für mich sehr interessant gewesen, da sie sich deutlich von anderen Storys abhebt. Schon allein die Tatsache, dass der fünfundzwanzigjährige Held noch "jungfräulich" ist, als er auf die Heldin trifft und trotzdem nicht dadurch einen Touch von Naivität erhält, wie es schnell hätte sein können, zeigt die Schreibqualität der Autorin. Sie schafft es ihre beiden Charaktere glaubwürdig und sensibel zu beschreiben ohne dadurch ins Kitschige abzurutschen. Die Erklärungen dazu sind sehr plausibel. Man leidet direkt mit der Heldin mit, die mit fünfzehn Jahren an einen viel älteren Mann sozusagen verschachert wurde und durch seine Brutalität, ziemliche Probleme hat, wieder einem Mann zu vertrauen, der in der Gestalt von Francis Lord Middlethorpe daherkommt. Sehr einfühlsam löst die Autorin auch dieses Problem.

Sehr positiv fand ich auch die Nebenpersonen, zu denen die männlichen Freunde von Francis, die Rogues, eine Art Männerclique gehören. Schade, dass der Verlag bisher noch kein weiteres Buch dieser Serie übersetzt hat. Es wäre wirklich wünschenswert, denn Jo Beverley gehört für mich zu den besten Autoren im historischen Liebesromanbereich. Also, wer ein schönes, teils sogar humorvolles Buch lesen möchte, der kommt hier auf seine Kosten. :-)

Kritik geschrieben am 24.02.05 von Nicole

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"My Lady Notorious"

Deutscher Titel: Schamloser Engel (09/00 bei Knaur)
Verlag: Avon
Bewertung: 4.5
Genre: Historical

Lady Chastity Ware befindet sich in einer verzweifelten Lage. Ihr guter Ruf ist ruiniert, ihr Vater hat sie verstoßen und ihre Schwester Verity fürchtet um das Leben ihres neugeborenen Sohnes und versteckt sich daher vor ihrem Schwager bei Chastity. Daher verkleidet sich Chastity als Räuber und überfällt eine Kutsche. In der sitzt aber niemand anderes als Cyn Malloren, der sich gerade von einer schwerwiegenden Krankheit erholt hat. Und Cyn ist dringend auf der Suche nach einem Abenteuer, das sein eintönig gewordenes Leben wieder in Schwung bringt.

Er hat gleich erkannt das sein junger Räuber niemand anders ist als eine Frau, die in Männerkleidern steckt. Chastity jedoch glaubt sich hinter ihrer Verkleidung sicher. Sie kidnappt also Cyn und seine Kutsche. Und der junge Mann bietet den Damen in Not seine Hilfe an.

Zusammen macht man sich auf die Reise um Veritys Jugendliebe zu finden. Die Reise durch England wird jedoch nicht einfach, da überall nach Verity und ihrem Sohn gesucht wird. Ihr Vater hat das Gerücht in Umlauf gebracht, die junge Mutter hätte ihren Verstand verloren. Cyn findet das Abenteuer immer faszinierender und er schlüpft mit Leichtigkeit mal in Frauen- und Männerkleider, damit die Verfolger abgeschüttelt werden.

Als er jedoch die wahre Identität von Chastity erfährt, wird sein Glaube an die junge Frau stark belastet. Hat sie wirklich mit einem Adeligen geschlafen, wurde erwischt und hat dann eine Heirat abgelehnt? Oder ist das ganze ein abgekatertes Spiel gewesen? Bis die Wahrheit ans Licht kommt, sind noch jede Menge Abenteuer zu bestehen.

Ein packend geschriebener Liebesroman der sich deutlich von der Masse abhebt. Jo Beverley beweist immer wieder, wie gut sie schreiben kann. "My Lady Notorious" ist übrigens der erste Teil in ihrer Malloren-Serie. Lesevergnügen das man keinesfalls verpassen sollte.

Kritik geschrieben am 23.09.00 von Isolde W.

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"Lord des Feuers"

Originaltitel: Forbidden
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,00 DM
Bewertung: 3.5
Genre: Historical

Endlich genießt Serena Riverton ihre Freiheit. Nach einer brutalen Ehe die 8 Jahre gedauert hat, hat sie endlich einmal Zeit für sich. Wären da nicht ihre habgierigen Brüder, die schmieden schon wieder Pläne, wie sie ihre Schwester an den Meistbietenden verschachern können. Serena kann alles ertragen, aber nicht eine weitere erzwungene Ehe. Daher packt sie ihre Sachen und flieht.

Unterwegs kommt Serena zu der Überzeugung, dass es nur eine Art für sie gibt, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen kann: als Mätresse. Als dann der gutaussehende Lord Middlethorpe ihre seine Hilfe anbietet, weiß sie nicht so recht wie sie reagieren soll. Auf einem Bauernhof suchen sie Unterschlupf für eine Nacht und Serena denkt, wenn sie Francis, also Lord Middlethorpe, an sich binden will, braucht sie ihn nur zu verführen. Da sie unfruchtbar ist, braucht sie auch keine Angst vor einer Schwangerschaft zu haben.

Jedoch lässt sich die Zukunft nicht so leicht planen. Francis hat eigentlich vor einer mustergültigen Adeligen einen Heiratsantrag zu machen und eine Mätresse kann er überhaupt nicht gebrauchen. Also liefert er Serena bei einer Verwandten ab, aber das Schicksal für beide ist schon beschlossen, nur wissen sie es noch nicht. Was wird in den nächsten Monaten passieren? Kann Francis sich wirklich von Serena fernhalten?

Gegen Jo Beverleys Schreibstil kann man überhaupt nichts sagen, der ist so gekonnt wie immer. Allerdings hat mir die Idee der Geschichte überhaupt nicht gefallen. Eine junge Frau die im Alter von 15 Jahren an einen Adeligen als Ehefrau verkauft wird und in den folgenden Jahren zu seiner Sexsklavin erzogen wird. Das ist nun wirklich nichts, was mich begeistern kann.

Kritik geschrieben am 24.04.00 von Isolde W.

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"Lord des Feuers"

Originaltitel: Forbidden
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,00 DM
Bewertung: 4.0
Genre: Historical

Lord Middlethorpe wünscht sich ein Abenteuer. Immer war er der zuverlässige Sohn und Erbe, so ist er sich auch bewusst, dass es an der Zeit ist zu heiraten. Pflichtbewusst sucht er sich eine Frau aus altem Adel aus; wenn da nicht diese Sehnsucht in ihm wäre, nur einmal etwas zu erleben. -

Dies geht schneller in Erfüllung als ihm lieb ist, und dann noch  in einem Maße, dass er nicht mehr weiß wo ihm der Kopf steht. Zuerst erhält er eine mysteriöse Nachricht von einen ihm Unbekannten, der etwas über seine Mutter enthüllen will. Lord Middlethorpe eilt zu seiner Mutter um Licht in die Geschichte zu bekommen. Lady Middlethorpe sagt, dass sie von diesem Mann erpresst wird, aber das ist gelogen und durch geschickte Winkelzüge erreicht die Lady, dass Ihr Sohn und der Unbekannte sich nicht begegnen. Da auch sie ein Geheimnis, eine Liebe, verbirgt.

Dann begegnet er Serena, die auf der Flucht vor ihren Brüder ist. Brüder, die sie an den höchstbietenden verheiraten möchten. Ansonsten werde sie an ein Freudenhaus verkauft, drohen die Brüder. Serena, die mit fünfzehn bereits mit einem alten Schurken verheiratet wurde, ist nun Witwe und schwört, nie wieder in die Abhängigkeit eines Mannes zu geraten. Lieber als Mätresse die Geschicke in eigener Hand halten.

Sie findet Lord Middlethorpe als geeigneten Kandidaten und verführt ihn. Middlethorpe ist aber ein Ehrenmann und sie müssen heiraten, was sich aber nicht als Lösung ihrer Probleme herausstellt. Ein langer Weg steht ihnen noch bevor, bis das Vertrauen und die Liebe wachsen kann, mit einigen Hindernissen und Turbolenzen, bis über einen befreienden Wutausbruch zu einem verdienten Happy end. Eine besondere Rolle spielen hier auch die Rogues, Freunde, die wie eine Familie zusammenhalten. Eine Überraschung hält auch noch die Mutter Middlethorpes bereit.

Ein rundherum gelungenes Buch!
Die Autorin hat es sehr gut geschafft, ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen den schurkischen Brüdern, dem Ehrenmann Middlethorpe, der verschreckten Serena und den tollkühnen Rogues. Ein spannender Roman, den man ohne weiteres in einem Rutsch durchlesen kann. Ich kann nur hoffen, dass der Knaur-Verlag noch mehr über die Rogue-Serie übersetzt.

Reviewed am 06.04.00 von Maria K.

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"Tempting Fortune"

Deutscher Titel: Spiel um Glück und Liebe (Historical Gold Extra, 04.03.05)
Englische Originalausgabe von: 1995
Verlag: Zebra (Kensington Publishing)
Preis: $ 4,99
Bewertung: 4.5
Genre: Historical

Erinnert ihr Euch an MASKENSPIEL DER LEIDENSCHAFT und das dort von einem gewissen Bryght (Bruder der Heldin) und einer Portia die Rede war??? Nun genau diese Geschichte wird in TEMPTING FORTUNE erzählt.

Lord Acrenbryght Malloren, kurz Bryght genannt, ist bekannt als Spieler und er gewinnt viel öfter, als das er verliert. Als er jetzt jedoch dieser kleinen rotharrigen Amazone gegenüber steht, weiß er nicht was er sagen soll. Portia ist zu Tode erschrocken, sie meint einen Einbrecher gestellt zu haben. Und das ist Bryght in gewisser Weise, er entwendet er ihr die Pistole mit der sie sich verteidigen wollte und sucht im Haus des Earl of Walgrave nach einem Brief. Der Earl hat Portia St. Claire und ihrem Halbbruder Oliver Upcott dieses Haus für ihren Londonbesuch überlassen, da er der Patenonkel von Oliver ist.

Oliver hat beim Spielen den Familienbesitz Overstead verloren und wollte den Earl um Geld bitten, der ist aber zwischenzeitlich erschossen worden. Portia kann ihrem Bruder nicht von den Spieltischen fernhalten. Während sie verzweifelt nach einer Lösung für ihre Geldprobleme sucht, bringt Oliver sie in noch tiefere Schwierigkeiten. Er treibt es soweit, daß Portia bereit ist, in einem Bordell ihre Jungfräulichkeit zu versteigern, um die neuen Schulden zu bezahlen.

Bryght kann nicht verstehen warum ihn Portia so fasziniert. Er hatte eigentlich vor mit einer reichen Frau eine Vernunftehe einzugehen, da er all sein Geld seinem Freund dem Duke of Bridgewater gegeben hat, der einen Kanal durch England bauen will. Da sich Portia erst geweigert hat ihm ihren Namen zu sagen, nennt er sich Hippolyta, Königin der Amazonen. Als er dann eines Abends am Spieltisch von der Versteigerung einer Jungfrau erfährt und hört das sie sich diese Hippolyta nennt, glaubt er seinen Augen und Ohren nicht zu trauen. Er versucht alles um Portia zu kaufen und ihr weitere Peinlichkeiten zu ersparen, aber weiß die dickköpfige junge Frau das überhaupt zu schätzen?

Diese Aktion sorgt dafür das Portia und Bryght bald in einem dichten Netz von Mißverständnissen und einem unbezähmbaren Verlangen gefangen sind.

Tatsächlich gibt es eine Serie um die Malloren-Familie. Das erste Buch heißt "My Lady Notorious", "Tempting Fortune" ist Teil 2, "Maskenspiel der Leidenschaft" (Something Wicked) Teil 3 und "Secrets of the Night" (erschienen Juni 99 in Amerika) ist Teil 4. Eine weitere Fortsetzung ist schon fertig und soll im Mai 2000 erscheinen. Leider ist nur ein Band der Serie auf deutsch erschienen. Selbst in Amerika ist es sehr schwer ältere Jo Beverley Romane aufzutreiben, da sie sogenannte "Keeper" sind. Bleibt nur die Hoffnung auf eine Neuauflage. Vielleicht werden dann die anderen Romane auch ins Deutsche übersetzt.

Kritik geschrieben am 23.07.99 von Isolde W.

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"Lord of Midnight"

Deutscher Titel: Prinz der Schatten (06/99)
Englische Originalausgabe von: 1998
Verlag: Topaz (Penguin Books)
Preis: $ 6,50
Bewertung: 4.0
Genre: Historical

Claire of Summerbourne wächst in der Obhut ihrer Eltern auf. Ihr Vater ist ein Träumer der sich zur Unterhaltung der Leute Geschichten und Rätsel ausdenkt. Claire hat ihm immer geholfen diese aufzuschreiben. Dann jedoch hat er es sich in den Kopf gesetzt König Henry Beauclerk herauszufordern, weil er der Meinung ist, dieser sitzt unrechtmäßig auf dem Thron Englands, der eigentlich dessen Bruder zugestanden hätte. Lord Clarence of Summerbourne stirbt in einem Kampf, bei dem seine Unschuld bewiesen werden sollte. Hätte er gewonnen hätte man es als eine göttliche Entscheidung angesehen, aber Sir Renald de Lisle, ein Ritter des Königs, gewinnt.

Der König spricht Renald Summerbourne zu und er soll eine der drei noch ledigen Frauen ehelichen, die dort wohnen. Claire hat keine Ahnung wer der neue Lord in Wirklichkeit ist, aber sie hat keinesfalls vor diesen zu heiraten, auch wenn ihre Großmutter und ihre Mutter ihr zureden, es doch zu tun. Schon zum Wohle der ganzen Familie, die ja nun kein Heim mehr hat. Auch die Tanten von Claire, die Zwillinge Amice und Felice die nur wenig älter sind, haben nicht vor den neuen Lord zu ehelichen. Also ergibt sich Claire scheinbar in ihr Schicksal, aber nicht ohne Anzeichen von Rebellion zu zeigen. In einem Anfall von Furcht schneidet sie sich ihre Haare, um möglichst unattraktiv auszusehen.

Renald hat vor Claire möglichst schnell an sich zu binden, damit sie erst nach der Hochzeit herausfindet, daß sie den Mörder ihres Vaters geheiratet hat. Claire, die von alledem nichts weiß beginnt sich für Renald zu interessieren und kurz nach der Beerdigung ihres Vaters feiern sie schon Verlobung und einen weiteren Tag später Hochzeit. Aber dann in der Hochzeitsnacht findet sie die schreckliche Wahrheit heraus. Renald, der sich mittlerweile unsterblich in seine Braut verliebt hat, bricht es fast das Herz als diese sich von ihm abwendet.

Claire weiß nicht mehr was sie glauben oder wem sie trauen soll. Ihr erster Gedanke ist eine Annulierung der Ehe, aber was würde dann aus ihrer Familie werden? Eine schwere Zeit steht ihr und Renald bevor. Können sie aufgrund der Vergangenheit überhaupt eine gemeinsame Zukunft haben?

Der Roman geht einem unter die Haut, schon allein wegen des ungewöhnlichen Themas. Die Heldin sieht sich plötzlich mit dem Mörder ihres Vaters verheiratet und wird zwischen ihren erwachenden Gefühlen gegenüber dem Ehemann und der Pflicht gegenüber ihrem Vater hin- und hergerissen. Allerdings hat mich gestört das sich anfangs die Handlung nur über drei Tage erstreckt, aber fast mehr als die Hälfte des Buches einnimmt. Trotz allem ein wirklich lesenswertes Buch!

Kritik geschrieben am 31.05.99 von Isolde W.

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"... doch die Liebe war stärker"

Originaltitel: The Shattered Rose, 1996
Deutsche Erstveröffentlichung: 1998
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 10,00 DM
ISBN: 3-426-69020-9
Bewertung: 4.0
Genre: Historical

Jo Beverley hat eine einzigartige und sehr ungewöhnliche Geschichte geschrieben.

Galeran von Heywood kehrt endlich nach zwei langen Jahren in der Fremde auf seine Burg zurück. Er war als Kreuzritter nach Jerusalem gegangen um Gott zu bitten, die Unfruchtbarkeit seiner Ehe zu beenden. Tatsächlich hat Jehanne, seine Frau, genau neun Monate nach seiner Abreise einem Jungen das Leben geschenkt. Der Gedanke an seine Frau und seinen Sohn haben Galeran all die Kämpfe überstehen lassen.

Jetzt endlich ist er in der Heimat, aber das Tor seiner Burg bleibt ihm verschlossen. Von seinem Vater erfährt Galeran, daß seine Frau ihrem Liebhaber ein Kind geboren hat. Vor einem Jahr hatte man die Nachricht über seinen angeblichen Tod erfahren. Am nächsten Tag warten noch schlimmere Nachrichten auf den tapferen Krieger. Denn Jehanne muß ihrem Gatten mitteilen, daß ihr
gemeinsamer Sohn Gallot im Alter von 8 Monaten urplötzlich verstorben ist.

Für Galeran bricht eine Welt zusammen. Erst die Untreue seiner Frau, der Bastard dem sie das Leben geschenkt hat und jetzt der Tod des langerwarteten Erben. Alle erwarten von ihm, daß er seine Frau schlagen und das Baby welches sie geboren hat, umbringen wird. Aber Galeran tut nichts dergleichen, weil er noch immer vor Liebe zu seiner Frau vergeht. Aber wie soll man einen so tiefen Treuebruch kitten? Liebt Jehanne ihren Mann überhaupt oder verzehrt sie sich vor Sehnsucht nach ihrem Liebhaber?

Und auch Jehannes Cousine Aline trifft in Raoul de Jouray, Galerans bestem Freund und Wegbegleiter, die Versuchung höchstpersönlich. Ist sie etwa für das Leben als Nonne nicht geschaffen?

Der Covertext des Buches hat herzlich wenig über die Geschichte ausgesagt. Anfangs war ich sehr geschockt mit wie vielen Schicksalsschlägen der Held konfrontiert wird. Trotzdem hat es Jo Beverley geschafft, einen faszinierenden mittelalterlichen Roman zu schreiben, der allein schon durch die Einzigartigkeit der Geschichte aus dem üblichen "Liebesroman-Rahmen" fällt.

Kritik geschrieben am 04.12.98 von Isolde W.

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"Maskenspiel der Leidenschaft"

Originaltitel: Something Wicked, 1997
Deutsche Erstveröffentlichung: 1998
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 10,00 DM
ISBN: 3-426-69000-4
Bewertung: 4.5
Genre: Historical

Jo Beverley's "Maskenspiel der Leidenschaft" erschienen in der Knaur Reihe "Romantische Romane" kann sich wirklich sehen lassen. Eine vergnügliche Geschichte bei der das Lesen Spaß macht.

Lady Elfled Malloren hat einen ziemlichen Dickkopf, den sie auch gerne durchsetzen tut. Als sich ihre vier Brüder auf verschiedenen Geschäftsreisen befinden, ist Elf der Meinung, sie sollte etwas verruchtes tun. Den schließlich ist nicht nur ihre Kleidung langweilig sondern auch ihr Leben. Sie überredet ihre beste Freundin Lady Amanda mit ihr verkleidet nach Vauxhall Garden zu fahren, allerdings ohne männliche Begleitung, da auch Amandas Ehemann momentan verreist ist.

Ihr Abenteuer gestaltet sich anfangs ziemlich spaßig. Elf hat ein besonders auffälliges Kleid an, rot in allen möglichen Varianten. Leider zieht sie damit auch die Aufmerksamkeit einiger Männer auf sich, vor denen sie sich eigentlich in acht nehmen müßte. Schließlich treibt sie es soweit, daß ihr nur noch die Flucht in die unbeleuchteten Wege von Vauxhall bleibt. Hier hört sie zufälligerweise von einer Verschwörung, und als es ihr gelingt sich endlich aus dem Gebüsch zu befreien, läuft sie ausgerechnet dem Mann in die Arme, den sie belauscht hat.

Der Earl of Walgrave ist seit kurzem ihr Schwager, aber er haßt alle Mallorens und hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren das Leben schwer zu machen. Da Elf verkleidet ist, erkennt sie der Lord nicht. Sie werden von dem zweiten Mann aus der Verschwörung verfolgt, und Lord Walgrave bleibt nichts anders übrig, als die maskierte Frau, die sich als eine Französin namens Lisette bei ihm vorgestellt hat, mit zu ihm nach Hause zu nehmen.

Elf ist sehr erleichtert darüber das Walgrave sie nicht erkannt hat. Also spielt sie weiter ihre Rolle als Lisette und sucht einen günstigen Zeitpunkt zur Flucht. Schließlich hat sie gehört das Walgrave plant den König zu töten, und das will sie unbedingt verhindern.

Spät in der Nacht schafft sie es endlich sich aus dem Haus fortzustehlen, aber da sie schon lange für Lord Walgrave schwärmt, will sie alles tun um sein Leben zu retten. Das gestaltet sich als ziemlich chaotisch. Ihre Rettungsaktion bringt nicht nur sie, sondern auch den Earl in arge Bedrängnis. Was wird er tun wenn er herausfindet, daß sie geheimnisvolle Lisette in Wirklichkeit Lady Elfled Malloren ist?

Diese Jo Beverley Geschichte hat mir so gut gefallen, daß ich mir auch das nächste bei Knaur von ihr erscheinende Buch kaufen werden. Denn irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß dieses Buch nur eine Geschichte in einer Serie um die Malloren-Familie ist. Etwas was mich übrigens sehr freuen würde.

Kritik geschrieben am 05.09.98 von I. Wehr

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