"Wilde Agaven"

Originaltitel: The Outlaw Hearts, 1986

Autorin: Rebecca Brandewyne

Deutsche Erstveröffentlichung: Dezember 1998

Verlag: Goldmann

Preis: 12,00 DM

ISBN: 3-442-35037-9

Bewertung: 1.5

 

Von diesem Roman hab ich mir viel versprochen, aber die Erwartungen sind nicht erfüllt worden. Eigentlich läßt sich die Zusammenfassung der Geschichte ziemlich treffend ausdrücken wenn ich sage: Der Anfang war gut, die Mitte mäßig und das Ende grauenvoll.

Jenny Colter wird von den Alpträumen ihrer Vergangenheit verfolgt. Um endlich ein neues Leben zu beginnen, hat sie eine Stelle als Lehrerin in einem kleinen Ort, Tumbling Creek, in Missouri angekommen. Ausgerechnet auf der Hinreise wird ihr Zug von der berüchtigten Morgan-Bande überfallen und ausgeraubt. Da Jenny allen Männern mißtrauisch gegenübersteht dreht sie während des Überfalls durch und verläßt den Zug. Luke Morgan verfolgt die verzweifelte junge Frau, die ihm irgendwie faszinieren tut. Im darauffolgenden Gerangel sieht sie sein Gesicht, was während des Überfalls maskiert war. Von jetzt ist sie eine Gefahr für die Morgan Brüder.

Luke hat sich vorgenommen Jenny so einzuschüchtern, daß sie nicht gegen ihn und seine Brüder bei den berühmten Pinkerton Detektiven aussagt. Dieses gelingt Luke auch erfolgreich aber dann überlegt er sich, daß wenn Jenny als seine Ehefrau an ihn gebunden ist, sie erst recht nicht bei einem Gerichtsverfahren gegen ihn aussagen kann. Also beginnt er um sie zu werben.

Allerdings Luke nicht mit den grauenvollem Erlebnis aus ihrer Vergangenheit gerechnet. Was Jenny braucht ist Liebe und Verständnis und ganz bestimmt kein ungestümes Werben seinerseits. Während sich die beiden näher kommen, verlieben sie sich ineinander.

Alles könnte so schön sein, wenn Luke nicht Angst haben müßte das er irgendwann verhaftet wird und wenn Jenny sich endlich an ihre Vergangenheit und diesen einen grauenvollen Tag erinnern könnte. So aber leben sie im Ungewissen und die Zeit vergeht bis eines Tages die Vergangenheit wieder lebendig wird für Jenny.

Dieses Rebecca Brandewyne hab ich im festen Glauben gekauft, einen tollen Western zu lesen zu bekommen. Schließlich sprach der Covertext dafür. Aber innerhalb kürzester Zeit hat mich die Geschichte einfach nur noch gelangweilt und der spätestens nach der Hälfte vergeht einem komplett der Spaß an der Story. Selbst eingefleischte R. Brandewyne Fans sollten sich sehr stark überlegen, ob sie sich dieses Buch antun wollen. 

Kritik geschrieben am 27.11.98 von I. Wehr

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