Amerikanische Originalausgabe:1999
Autorin: Teresa Carpenter
Verlag: Silhouette
Genre: Contemporary
Bewertung: 4.0
Richtig was fürs Herz
Lisa Langdon, nach dem Tod der Eltern in unzähligen Pflegefamilien aufgewachsen, wünscht sich mit ihren dreißig Jahren nichts sehnlicher als ein Kind. Da ihr allerdings nicht der richtige Mann über den Weg läuft, entschließt sie sich zur künstlichen Befruchtung. In der Arztpraxis kommt es zu einer Verwechslung, und sie erwartet nun das Kind von Jared Steele. Der millionenschwere Unternehmer hatte ursprünglich eine Leihmutter bezahlt, damit sie ein Baby für ihn austrägt. Lisa ist zwar geschockt wegen der unvorhergesehenen Ereignisse, dennoch freut sie sich über ihre Schwangerschaft. Als Jared sie zuhause aufsucht, und sie mit einer hohen Geldsumme dazu überreden will, ihm das Sorgerecht nach der Geburt zu überlassen, ist sie empört und wirft in hinaus. Doch Lisa weiß, wenn keiner von ihnen bereit ist, den Anspruch auf das Ungeborene aufzugeben, kommt es höchstwahrscheinlich zu einem Rechtsstreit, in welchem sie durchaus unterliegen könnte. So entschließt sie sich auf Jared zuzugehen.
Die werdenden Eltern beginnen sich näher kennen zu lernen. Während Lisa ihr Motiv ein Baby zu bekommen, welches in ihrer einsamen Kindheit liegt, Jared nicht vorenthält, schweigt dieser sich aus, warum er einen so ungewöhnlichen Weg zur Familienplanung gewählt hat. Sie freundet sich mit dem Gedanken an, den Erzeuger an der Schwangerschaft teilhaben zu lassen, obwohl Jared anfängt, sie mit seiner übertriebenen Fürsorge zu überschütten. In Lisas Augen, wird der Junggeselle mehr und mehr zu dem Mann, den sie sich schon immer als Vater für ihr Kind vorgestellt hatte, und sie beginnt, sich in ihn zu verlieben. Auch Jared kann die Anziehung nicht verleugnen. Er lässt zwar eine intime Beziehung zu, gefühlsmäßig öffnet er sich aber nicht. Als Lisa schließlich die Gründe für seine Unnahbarkeit erfährt, die von einem Verrat in seiner Vergangenheit herrühren, stellt sie Jared ein Ultimatum. Wenn er keine emotionale Bindung zwischen ihnen zulassen kann, soll er sich von ihr und später auch von dem Kind fernhalten, um sie beide vor seelischem Schaden zu bewahren.
Der Roman ist eine Schmonzette erster Güte, was absolut positiv gemeint ist. Sicher drückt die Geschichte mehrfach kräftig auf die Tränendrüse, aber wem diese Richtung liegt, wird hervorragend unterhalten. Die Beweggründe der Protagonisten wirken nie überzogen. Lisa, die sich nach Jahren des Alleinseins nach jemandem sehnt, dem sie ihre Liebe schenken kann, glaubt sich am Ziel ihrer Träume. Bis sie merkt, dass sie nicht zu Jared durchdringen kann, weil er wie das gebrannte Kind das Feuer scheut.
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