"Die Liebe siegt"

Originaltitel: A very unusual wife

Autorin: Barbara Cartland

Verlag: Heyne, 154 S.

Übersetzung: Iris Foerster

ISBN: 3-453-03323-X

Genre: Historical

Bewertung: 2.5

Der Marquis von Falcon hat alles, was sich ein Mann nur wünschen kann - einen riesigen Landsitz, Reichtum, gutes Aussehen, Affären mit den schönsten (verheirateten) Frauen, die England zu bieten hat - und genau das langweilt ihn fürchterlich. Da kommt ihm die einmalige Gelegenheit, Oberstallmeister der Königin zu werden, eine Aufgabe, für die Alston eigentlich zu jung ist, gerade recht. Doch plötzlich steht er vor einem Problem: Jahrelang ist er Frauen im heiratsfähigen Alter aus dem Weg gegangen, da er keine Notwendigkeit in der Ehe sah, doch die Bedingung für den neuen Posten ist seine Hochzeit.

Kurzerhand entschließt er sich um die Hand der Tochter des Earl of Warnborough, einem Nachbarn, dessen Familie er nicht persönlich kennt, anzuhalten. Sein Brief stößt jedoch auf großes Entsetzen im Hause des Earls. Obwohl nur die älteste Tochter Mirabel in die Gesellschaft eingeführt ist, sind zwei der drei Mädchen bereits inoffiziell mit angesehenen Männern der Umgebung verlobt. Einzig die fast achtzehnjährige Elmina ist noch zu haben. Doch sie ist wie der lange ersehnte Sohn des Earls aufgezogen worden und interessiert sich nur für Pferde und Karate. Wie könnte sie die Frau eines Marquis werden? Aber all das weiß Alston nicht und da er es nur auf einen Erben und die Erfüllung, der von ihm verlangten Bedingung für den Posten bei der Königin abgesehen hat, interessiert es ihn auch nicht. Als er nach einem Annäherungsversuch in der Hochzeitsnacht jedoch mit einem kräftigen Tritt von Elmina zu Boden befördert wird, dämmert ihm, dass in seiner jungen, unscheinbaren Ehefrau mehr steckt, als er vermutet hat.

Wie immer endet die Geschichte von Barbara Cartland, der Großmutter von Lady Di, sozusagen vor der Schlafzimmertür. Obwohl ihre Romane einen gewissen Charme besitzen, gehört „Die Liebe siegt“ leider zu den weniger guten Büchern der Autorin. Die Charaktere sind (aufgrund der Kürze der Geschichte) nur unscharf gezeichnet, die Handlung viel zu flach und vorhersehbar und die Heldin ist, trotz ihrer ungewöhnlichen Karateleidenschaft, nicht wirklich interessant. Wenn man nicht gerade ein Cartland-Fan ist, kann man auf diese Lektüre gerne verzichten.

Review von Katja, 29.07.2002

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