"Amaryllis"

Autorin: Jayne Castle

Englische Originalausgabe

Verlag: Pocket Books

Preis: $ 6,50

Bewertung: 4.0

 

Eigentlich ist auf St. Helen's fast alles wie auf der Erde. Schließlich wurde der Planet auch vor ca. 200 Jahren von Menschen besiedelt, die durch einen "Vorhang" der sich im Universum gebildet hatte, problemlos von der Erde nach St. Helen's reisen konnten. Aber fünf Jahren nachdem sich die ersten Menschen auf dem neuen Planeten angesiedelt hatten, verschwand dieses seltsame Phänomän und seitdem waren die auf St. Helen's lebenden Personen auf sich selbst angewiesen. Denn eine Reise zurück in ihre Heimat war nicht möglich.

Wie gesagt, eigentlich ist das Leben hier auf diesem Planeten gar nicht so unterschiedlich, wenn sich nicht rausgestellt haette, dass sich bei den Menschen plötzlich übersinnliche Fähigkeiten entwickelt haetten. Dabei unterscheidet man zwischen "Begabten oder Talenten" und den "Prismen". Nur zusammen können sie ihre unterschiedlichsten Fähigkeiten nutzen.

Amaryllis Lark ist ein voll ausgebildetes Prisma und sie arbeitet für die Psynergy, Inc. einer Firma, bei der jeder der eine Begabung hat, ein Prisma "mieten" kann, um seine übernaetuerlichen Faehigkeiten zu nutzen. Lucas Trent braucht dringend ein Prisma um einem Verräter in seiner Firma Lodestar Exploration auf die Schliche zu kommen. Lucas, selbst ein Klasse 9 Talent, hat nicht mit Amaryllis Sinn für Gerechtigkeit gerechnet und schneller als er denken kann, ist er von seinem Fall in die Klärung des mysteriösen Unfalls von Professor Landreth, Amaryllis ehemaligen Mentors, verwickelt.

Lucas ist fasziniert von den "Nebenwirkungen" die bei ihm auftreten, als er zusammen mit Amaryllis seine übernatuerlichen Faehigkeiten nutzt. Niemand hat bisher verlauten lassen, dass sich dann auch eine sexuelle Anziehungskraft aufbauen kann, wenn beide sich auf einer paranormalen Ebene treffen. Und auch Amaryllis kann nicht leugnen, dass sie bereits seit Jahren von Lucas fasziniert ist.

Es stellt sich bald heraus, dass der Tod des Professors etwas damit zu tun haben kann, dass die beiden ein sehr starkes Talent entdeckt haben, das seine Kräfte missbraucht, um andere zu manipulieren. Ab jetzt ist Amaryllis nicht mehr zu stoppen. Sie will herausfinden was hier seltsames vor sich geht. Damit macht sie den Mörder auf sich aufmerksam. In einer besonders gefährlichen Situation offenbart sich, das Lucas Kräfte weit über die bekannte 10-Klassen Skala hinausgeht. Er ist somit ein "Vampir".

Aber das scheint Amaryllis gar nicht weiter zu erschrecken, denn auch ihre Kräfte müssen weit grösser sein, als sie es sich jemals vorgestellt hat. Immer wieder muss Lucas eingreifen, um Amaryllis zu retten. Und bald kann er sich ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

Auf St. Helen's hat man Regeln für ein friedvolles Zusammenleben aufgestellt, so werden die Ehen mit Hilfe eines Heiratsinstitutes vermittelt. Werden es Lucas und Amaryllis schaffen den wahren Mörder ausfindig zu machen und gegen das Vorurteil einer nicht arrangierten Ehe ankommen können?

Eine interessante Geschichte, nur leider gab es in der Story keine Ausserirdischen und Raumschiffe. Das Ganze haette also genausogut in der heutigen Zeit spielen können. Das hat mich etwas enttäuscht. Von Science-Fiction erwarte ich halt etwas mehr als einen Planeten auf dem es ebenfalls Autos, Fernseher, Spielcasinos und Striplokale gibt.

Kritik geschrieben am 02.05.98 von I. Wehr

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