"One Night With a Spy"

Deutscher Titel: noch nicht bekannt

Amerikanische Originalausgabe: von 2006

Autorin: Celeste Bradley

Verlag: St. Martins

Bewertung: 3.5

Die Royal Four haben eines ihrer Mitglieder verloren - in hohem Alter ist Lord Barrowby nach langer Krankheit verstorben. Und zur Beunruhigung der anderen Mitglieder scheint er keinen Nachfolger hinterlassen zu haben, der als der Fuchs seinen Platz im illustren Club derer einnehmen kann, die Englands Geschicke bestimmen. Kein Wunder also, dass Marcus Dryden - der Zögling des Löwen - alles daran setzt, endlich selbst den begehrten Status zu erreichen.

Doch als die Männer auf Barrowby eintreffen um bei der Witwe des Lords diskrete Nachforschungen anzustellen, müssen sie sich auf eine Überraschung gefasst machen - Aldus Barrowby hat einen Nachfolger. Und zwar seine junge Witwe Julia. Eine Frau? Als Fuchs? Unglaublich! Unmöglich!

Da sich Julia Barrowby aber partout nicht dem männlichen Diktat unterordnen will und auf ihrer Position beharrt, beschliessen die verbleibenden drei der Royal Four sie einer Prüfung zu unterziehen: Marcus soll - sozusagen Undercover - in die Rolle eines Verehrers der Witwe schlüpfen um sie einer Prüfung zu unterziehen. Einer Prüfung, an deren Ende selbstverständlich nur ein mögliches Resultat stehen kann: Keine Frau - und schon gar nicht Julia Barrowby - ist als Fuchs geeignet.

Gewohnt routiniert spinnt Celeste Bradley die Geschichte um die Royal Four und ihren Gegenspieler, die "Chimäre" weiter. Und genau da liegt auch mein Problem - das Buch und seine Figuren wirken ein einfach zu routiniert, zu sehr nach einem Schema konstruiert. Natürlich gibt es wieder eine Menge spritziger Dialoge, eine Menge Action und jede Menge Nebenfiguren - das gewisse Etwas, das andere Bücher dieser Serie und auch der damit verbundenen "Liar's Club"-Serie haben, fehlt hier aber leider.

Sowohl Julia als auch Marcus bleiben seltsam blass, keine Figuren, die man nach dem Lesen in Erinnerung behält. Die Nebencharaktere aus den anderen Büchern wirken steif und so ganz anders als in ihren eigenen Geschichten. Auch was man gegen Ende des Buches über die "Chimäre" erfährt, ist eher etwas enttäuschend.

Fazit: Für Fans der Serie ist "One night with a spy" alles in allem eine Fortsetzung, die es sich in erster Linie wegen des grossen Zusammenhangs zu lesen lohnt, die aber für eine Rereading eher nicht in Betracht kommt. Insgesamt ist dies hier für mich das bisher schwächste Buch der beiden Serien.

Review geschrieben von Alex, 04.06.06


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