"To Wed a Scandalous Spy"

Deutscher Titel: Der verruchte Spion (Club Bertelsmann & Blanvalet 07/07)

Amerikanische Originalausgabe: von 2005

Autorin: Celeste Bradley

Verlag: St. Martins

Bewertung: 5.0

Willa Trent, mit 12 Jahren verwaist und von einem ganzen Dorf "adoptiert", wird von einer seltsamen Pechsträhne verfolgt: Jedem ihrer Verehrer widerfährt ein äußerst schmerzhafter Unfall, sobald er ihr zu nahe kommt. So verwundert es auch nicht, als Willa im gerechten Kampf gegen einen Fallensteller ein klein wenig die Kontrolle über ihre Schleuder verliert und sie statt der Falle Nathaniel Stonwell, Lord Reardon, trifft. Doch - oh Wunder - Nathaniel übersteht trotz Bewusstlosigkeit Willas Fluch und sieht sich am nächsten Morgen einer Hochzeit gegenüber - seiner eigenen!

Irgendwie läuft alles nicht so, wie Nathaniel sich das vorgestellt hat - auf der Jagd nach dem letzten verbliebenen Verschwörer aus Bradley's "The Impostor" war eine Heirat eigentlich nicht eingeplant. Doch ehrbar wie er ist, erkennt er die Ehe an und nimmt Willa mit auf die Reise nach London um sie dort standesgemäß zu heiraten - so sie denn dann noch will. Denn Nathaniel ist der seit der Aufdeckung der Verschwörung der Knights in der Öffentlichkeit bekannte - und vor allem gehasste - Lord Treason. Willa wird sich der alltäglichen Schmach kaum längere Zeit aussetzen wollen und so gibt Nathaniel ihr die Möglichkeit, sich die Sache mit der Ehe noch mal zu überlegen. Aber Nathaniel hat weder mit Willas bedingungsloser Loyalität gerechnet - noch mit ihrer absoluten Weigerung, ihn so zu behandeln wie alle anderen es tun.

Parallel zu ihrer "Liar's Club"-Serie beginnt Celeste Bradley mit "To Wed an Scandalous Spy" die Serie über die "Royal Four", jenen geheimnisumwitterten Kreis, der der Krone und der Regierung in allen Geheimdienstfragen zur Seite steht. Diejenigen, die die Bücher um Simon Raines und Dalton Montmorency noch nicht gelesen haben, seien aber versichert, dass hier nicht zu viel gespoilert wird und auch kein zu großes Vorwissen verlangt wird - das Buch lässt sich auch allein lesen.

Willas erfrischende, lebensweise Art ist ein wunderbarer Gegenpart zu Nathaniels von Ehre und Pflicht bestimmtem Leben. Es macht Spaß zuzusehen, wie er langsam aus seinem selbst auferlegten Schneckenhaus heraus kriecht. Uneingeschränkter Lesespaß und für mich das beste Buch der "Royal Four".

Review geschrieben von Alex, 26.02.07

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