The Gentleman Caller

Englische Originalausgabe: von 1998

Autorin: Megan Chance

Verlag: Harper Paperbacks

Preis: $ 6,99

Bewertung: 1.5

Die Familie Lafon ist in New Orleans sehr bekannt, da Garland Lafon ein reicher Mann und der Besitzer der renommiertesten Bank ist. Seine Töchter Corinne und Rosalie könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Die frivole Corinne hat nichts anderes als Mode und stets eine neuen Liebschaft im Kopf, während Rosalie ihr Leben ganz dem Glauben an Gott und der Krankenpflege verschrieben hat. Sie möchte möglichst bald in einen Orden eintreten und Nonne werden.

Da wird plötzlich Jackson "Jack" Waters ein Mitglied der Familie. Der junge Mann hat die letzten 3 Jahre im Gefängnis verbracht und Garland Lafon hat ihm einen Geschäft angeboten. Wenn er seine Lieblingstochter Rosalie heiratet und davon abbringt Nonne werden zu wollen, dann setzt er ihn als Erben ein. Da Jack keine anderen Zukunftsaussichten hat, stimmt er zu.

Als er jedoch in den Haushalt der Lafons aufgenommen wird, stellt er fest, dass seine zukünftige Frau eine graue Maus ist und es ihn eher nach deren hübscher Schwester gelüstet. Es beginnt eine Dreierbeziehung. Corinne möchte Jack als Mann, da sie von ihrem letzten Liebhaber schwanger ist, dieser muss aber Rosalie heiraten, wenn er seine Zukunft sichern will, und Rosalie will vor ihren Gefühlen weglaufen und Nonne werden.

Natürlich schafft es Jack, die junge Frau zu bekehren, allerdings bis es soweit ist, gibt es noch viele Intrigen und Lügen zu überwinden.

Mit "The Gentleman Caller" hat sich die Autorin sehr viel Mühe gegeben, aber bei mir hat der Roman keine guten oder bleibenden Eindrücke hinterlassen. Die dargestellte Dreierbeziehung zwischen Held, Heldin und der Schwester der Heldin ist sehr ermüdend zu lesen, da sich anscheinend niemand so richtig entscheiden kann, wer den Helden nun für sich gewinnt. Dem Held gelüstet es nach der Schwester der Heldin, aber plötzlich merkt er das die rosenkranzbetende Heldin doch mehr nach seinem Geschmack ist. Das hat mich überhaupt nicht überzeugt. "The Gentleman Caller" ist eine realitätsnahe, ziemlich traurige Leidensgeschichte und kein Liebesroman.

Kritik geschrieben am 21.10.00 von Isolde W.

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