"Die Sklavin Laura"

Autorin: Cathrin B. Martin

Verlag: Reihe"Dominique", 
Kelter-Verlag, 128 S., Bd. 1, 2000

Bewertung: 1.0

Isabella, Gattin von Alfonso da Silva, einem wohlhabenden spanischen Plantagenbesitzer und Geschäftsmann, leidet seit einiger Zeit vermehrt unter Alpträumen, dass ihre dreijährige, über alles geliebte Tochter Laura, im Fluss ertrinken würde. Alfonso bemüht sich, Isabella zu beruhigen - ist es die Angst, ihre Tochter zurücklassen zu müssen, wenn das Ehepaar demnächst mit dem Schiff nach Kuba zu ihren Plantagen fahren muss? Alfonsos Schwester Maria Dolores reist gemeinsam mit ihrem Verlobten und der kleinen Laura den da Silvas später hinterher.

Bei einem dramatischen Schiffsunglück vor der Küste Afrikas kommen alle ums Leben, nur Laura wird in ihrer alten Holzwiege - einem Familienerbstück - wie durch ein Wunder Richtung Land gespült und dort von dem senegalesischen Fischer Mamadou Ave und seiner Frau aufgefischt. Die beiden, die keine Kinder bekommen können, sind glücklich, dass ihnen Laura sozusagen "zum Geschenk" gemacht wurde und ziehen sie auf.

Zehn Jahre später kommen plötzlich brutale weisse Sklavenhändler in das Dorf im Senegal und nehmen auch die Aves und Laura gefangen. Sie werden ausgerechnet nach Kuba verkauft; landen aber bei dem Ehepaar de Agosta, die mit ihren Sklaven sehr zivil umgehen. Laura rettet die de Agostas bei einem Segelunglück, und aus Dankbarkeit sorgt Manuel de Agosta für eine gute Ausbildung für sie. Nach weiteren sieben Jahren trifft Laura durch Zufall auf ihre Eltern, und mit Juan, dem Sohn der de Agostas, den sie schon in jungen Jahren von Ferne heimlich liebte, kann sie nun die Ehe eingehen.

Dieser Roman ist an abgedroschenen Klischees und stereotypen Charakteren und Handlungsabläufen fast nicht mehr zu übertreffen; die Hauptfiguren werden nur kurz umrissen, man erfährt z. B. kaum etwas näheres über die Heldin Laura, ihr Aussehen, ihre Gedankengänge etc.; die paar erotischen Szenen (zwischen den diversen Charakteren) sind von jeglicher Erotik weit entfernt. Weiterhin glänzt diese Geschichte durch teils recht eigenartige Formulierungen (vermutlich auch durch die Übersetzung entstanden), die wohl der damaligen Zeit angepasst sein sollen, aber eher lächerlich wirken, und eigenwillige Wortschöpfungen. Fazit: unterstes Niveau - nicht zu empfehlen.

Review von Sabine R., 04.06.2001

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