"Feuerengel"

Originaltitel: Demolition Angel

Autor: Robert Crais

Verlag: Goldmann-Verlag TB, EUR  9,90

Bewertung: 4.5

Carol Starkey war eine Sprengmeisterin beim Police Department in Los Angeles und sogar eine der Besten. Spezialisiert auf die Entschärfung von Bomben, war sie auf dem besten Weg Karriere zu machen, als sich bei einem Einsatz all ihre Träume in Luft auflösten. Sie wollte gerade mit ihren Arbeitskollegen und Freund „Sugar" Boudreaux eine Bombe unschädlich machen, als diese vorzeitig explodierte. Durch ein kurzes Erdbeben wurde die Explosion vorzeitig ausgelöst! Sugar kam sofort ums Leben, Starkey wurde lebensgefährlich verletzt.

Seit dieser Zeit ist Carol seelisch und auch körperlich schwer angeschlagen und versinkt immer mehr in Depressionen. Trotz der vielen Therapien zieht sie sich immer mehr zurück und sucht Vergessen mit Zigaretten, Tabletten und Alkohol. Als ihr ehemaliger Kollege Charlie Riggio von einer Bombe zerfetzt wird, werden Carol die Ermittlungen übertragen und ihr Ehrgeiz erwacht wieder. Nach Abschluss der forensischen Untersuchungen stellt sich heraus, dass es sich bei dem Täter wahrscheinlich um „Mr. Red" handelt, einen äußerst kaltblütigen und gefährlichen Bombenleger, der schon etliche Anschläge verübt hat. Dadurch sind schon einige der besten Sprengstoffexperten getötet worden und Carol beschließt, diesen Irren endlich aus dem Verkehr zu ziehen.

Als Jack Pell, ein Spezialagent vom FBI, in ihrer Dienststelle auftaucht, ist Carol nicht besonders begeistert, fürchtet sie doch, dass ihr der Fall aus den Händen genommen wird. Als dieses jedoch nicht eintritt, arbeitet sie immer mehr mit Jack zusammen. Im Zuge ihrer Ermittlungen bekommen sie von einem Häftling, der selbst wegen Sprengstoffattentaten einsitzt, einen Tipp: Mr. Red ist im Internet auf speziellen Seiten zu finden, dort tauscht er sich mit anderen Gleichgesinnten aus. Außerdem organisiert er über das Internet auch das Sprengmaterial. Jack schlägt Carol vor, das Internet selbst zu nutzen um Mr. Red aus der Reserve zu locken. Es gelingt ihnen tatsächlich unter einem Decknamen zu Mr. Red Kontakt aufzunehmen, dieser reagiert aber äußerst empört und behauptet, diesen Anschlag nicht verübt zu haben. Es wurmt ihn gewaltig, einen Nachahmer für seine Methode gefunden zu haben. Daher sucht er nun seinerseits auch nach dem tatsächlichen Urheber des Anschlags. Als Carol „Mr. Red" eine Falle stellen und die Schlinge enger ziehen will, muss sie feststellen, dass längst auch sie ins Visier dieses Psychopathen
geraten ist.

Die Heldin ist ein As auf ihren Beruf, der doch für eine Frau ziemlich außergewöhnlich ist, und agiert sehr clever. Auf der anderen Seite ist sie durchaus nicht perfekt und hat auch ihre Schwächen, was sie sehr liebenswürdig macht. Ein tolles Buch, Spannung bis zur letzten Seite werden garantiert.

Kritik von Uschi, 03.10.2002

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