![]() | "Winterleuchten" Originalausgabe: von 2007 Autorin: Christine Spindler Verlag: Sieben Verlag Bewertung:
4.5 |
Luna Jannik ist 16 Jahre alt und gefangen in ihrer
Trauer. Vor zwei Jahren starb ihre Zwillingsschwester an einem Gehirntumor.
Seither ist sie und ihre ganze Familie in Trauer und Verzweiflung gefangen. Ihre
Mutter, Tabea, versucht ihre Trauer mit ihrer Malerei zu verarbeiten und der
Vater Urban vergräbt sich hinter der Arbeit als Steuerberater. Luna bezeichnet
sich selbst als das Mondkind und in ihren Träumen begegnet sie Stella immer
wieder. Tabea macht sich seit zwei Jahren Vorwürfe, denn sie wollte die
Operation an Stella, die schließlich zum Tode führte, verhindern.
Finn Drostenhagen, 18 Jahre alt und Bluter, zieht mit seiner Mutter und der
quirligen Schwester Motte in Lunas Nachbarhaus. Finn ist durch seine Krankheit
geprägt. Seine Mutter behütet ihn zu sehr, das er bis dato keinen richtigen
Freund hat, geschweige denn eine Freundin. Motte hingegen wird zu wenig
Aufmerksamkeit geschenkt und sie ist ständig am Streiken, da sie zurück zu ihrem
Vater will.
Eines Nachts hat Luna wieder einen Traum und geht im Schneegestöber hinaus. Als
sie den Schnee berührt, beginnt dieser zu leuchten und Finn sieht es zufällig.
Luna hat das Gefühl, das Stella ganz nah ist und Finn, der sich heftig in Luna
verliebt hat, spürt es ebenso. Doch das ist erst der Anfang einer ungewöhnlichen
Geschichte um Liebe, Freundschaft und Vergebung.
Mein Fazit: Es ist ein wunderschöner Roman - passend zur Winterzeit. Christine
Spindler ist ein Buch gelungen, in dem man versinken kann, gleichzeitig aber
auch immer wieder innehält, um die Sätze in ihrem Sinn zu begreifen. Es ist
herzerwärmend, erfrischend und zugleich voller Melancholie. Es handelt in jeder
Hinsicht von Loslösung, Luna und Tabea von der Trauer um Stella, Finn von seiner
Mutter. Dabei sind die Figuren in ihren Charakteren so unterschiedlich und
zugleich sympathisch und liebevoll.
In jeder Hinsicht eine empfehlenswerte Lektüre. Ich freue mich schon auf weitere
Romane dieser Autorin.
Kritik geschrieben am 18.01.08 von Elke H, Herausgeberin von Monalous Homepage.
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