"Die Inselkönigin"

Australischer Originaltitel: The Last T'En - 1999

Autorin: Cory Daniells

Verlag: Blanvalet Verlag, Dezember 2001

ISBN: 3-442-35463-3

Preis: 20,00 DM

Genre: Fantasy

Bewertung: 4.5

Seit 600 Jahren beherrschen die T'En und ihre Nachfolger das Inselkönigreich. Durch die Verbindungen mit den ehemals Besiegten, findet man kaum noch das "Originalaussehen" der T'En, nämlich silberne Haare, helle Haut, weinrote Augen, sechs Finger und magische Kräfte. Seit vor über hundert Jahren die Aayel geboren wurde, kamen nur zwei weitere sogenannten "Rückschläge" zur Welt. Eine davon ist Imoshen.

Imoshen wird auch gefangen genommen als die Ghebite-Armee in dem Königreich einfällt. Sie ist eine der letzen Überlebenden der königlichen Familie und wird nun zur Hoffnung für ihr Volk, denn Imoshen besitzt scheinbar die magischen Kräfte ihrer Vorfahren. Doch Imoshen muss diese Kräfte erst einmal wieder in sich erwecken, da sie lange Zeit verboten war.

Zunächst einmal überzeugt sie General Tulkhan, den Anführer, davon, dass sie ihm lebend nützlicher ist als tot. Tulkhan weiß nicht, was er von der Prinzessin halten soll, fühlt er sich doch einerseits von ihr angezogen, andererseits von ihrer Andersartigkeit abgestoßen. Von der Aayel, ihrer Großtante, erhält Imoshen den Rat, den General zu verführen und von ihm ein Kind zu empfangen. Darauf arbeiten die beiden Frauen hin. Tulkhan und Imoshen verlieben sich aber insgeheim ineinander, doch vertrauen können sie sich noch nicht. Tulkhan tut sich schwer mit den Angewohnheiten der Inselbewohner, insbesondere der Achtung gegen Frauen, die bei seinem nicht besonders hoch ist. Doch Tulkhan ist sich nicht zu schade, um auch auf Imoshens Meinung zu hören.

Problematisch wird es für Imoshen erst, als ihr ehemaliger Verlobter, Reothe, auftaucht. Reothe, der auch ein Original-T'En ist, hält sich mit der Prinzessin auf seiner Seite unbesiegbar und meint, die Eroberer bezwingen zu können. Doch Imoshen will Frieden für ihr Volk.

Die Geschichte an sich könnte aus dem Mittelalter stammen....JA, WENN da nicht die fantastischen Elemente wären, die die ganze Story so faszinierend macht. Mir gefiel der Umgang von Imoshen und dem General. Zwei starken Persönlichkeiten, die eine starke Anziehungskraft spüren, sich aber nicht direkt vertrauen, obwohl beide doch auch die gegnerische Meinung akzeptieren. Leider fielen die Begegnungen nicht immer so temperamentvoll aus, wie ich es mir manchmal gewünscht hätte, doch die Gefühle der beiden waren fast zum Greifen nah. Also, ich kann das Buch nur empfehlen (obwohl ich doch eigentlich keine Fantasy-Leserin bin).

Review von Karin M., 18.11.2001

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