Clare Darcy Review Page

|| Cecily || Rolande - Und das gefährliche Maskenspiel ||
|| Victorie || Lydia das Mädchen aus Louisiana || Pamela und der eigenwillige Lord ||

"Cecily"

Originaltitel: Cecily, 1974
Deutsche Erstveröffentlichung: 1981
Verlag: Verlag Vierunddreißig, 1980
Bewertung: 4.5

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Da Cecily nach dem Tod ihres Vaters nur Schulden geblieben sind, tritt sie jetzt als Schauspielerin mit dem klangvollen Namen Cecily Daingerfield-Nelson auf den Theaterbühnen Londons auf. Und sie erregt das Interesse der jungen Gentleman, da bisher niemand eine Verabredung mit ihr bekommen konnte. Robert Ranleigh lässt sich von seinen Dandy-Freunden zu einer Wette überreden, und tatsächlich nimmt die junge Schauspielerin seine Einladung an, nur um kurz darauf mit einem wirren Schreiben ihre Zusage wieder rückgängig zu machen und Robert um einen Besuch in ihrem Gasthof zu bitten. Da Robert die Wette gern gewinnen will, sucht er Cecily in dem Gasthof auf und findet heraus, das sie von ihrer Tante bewacht wird, die sehr wohl um die Gefahren weiß, denen Cecily als Schauspielerin ausgesetzt ist. Erstaunlicherweise behauptet die junge Frau jedoch, eine entfernte Verwandte von Mr. Ranleigh zu sein.

Eigentlich hat Robert nicht vor, sich um ein "angebliches Mündel" zu kümmern, aber da sich die Verwandtschaftsbeziehungen bestätigen, kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, die junge Frau nicht unter seinen Schutz zu stellen. Cecily wird von Roberts Mutter mit aufs Land genommen, dort sucht sie eine Stellung als Gouvernante. Aber auch das scheint nicht ihre Bestimmung zu sein, denn sie sorgt noch immer für Aufregung in der Männerwelt. Kann sich Robert ihrem Zauber entziehen?

Was für ein bezaubernder Regency-Roman! Hier macht das Lesen richtig Spaß und ich habe mich daran erinnert, was in mir eigentlich die Liebe zu Liebesromanen geweckt hat, nämlich diese sprachlich wunderschönen Geschichten um Irrungen und Wirrungen in Liebesdingen. "Cecily" ist ein echtes Kleinod und zeigt, das Clare Darcy neben Georgette Heyer und Caroline Courtney die beste Autorin von Regencies ist.

Kritik geschrieben am 27.09.2003 von Isolde W.

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"Rolande - Und das gefährliche Maskenspiel"

Originaltitel: Rolande
Bewertung: 5.0

Wegen dem "Arcourt"-Testament, welches das Arcourt-Vermögen von 8 Millionen Pfund für 150 Jahre auf Eis legte, präsentiert Jasper Carringtons Tante, Lady Prest, einen jungen Mann, von dem sie behauptet, dieser sei der seit Jahren verschwundene Giles Arcourt. Somit wäre nicht Jasper erbberechtigt, sondern dieser junge Mann.

Um die habgierigen Pläne seiner Tante, die selbst gerne über das Arcourt-Vermögen verfügen würde, zu durchkreuzen, engagiert er eine mittellose Schauspielerin aus einem drittklassigen Theater aus Frankreich. Miß Rolande Henry, Tocher eines Barons und seiner französischen Frau, einer Schauspielerin, soll ebenfalls als Giles Arcourt auftreten. da sie der verstorbenen Mutter des echten Giles Arcourt verblüffend ähnlich sieht, gerät sie bald darauf in große Gefahr.

Dieses Buch ist ein absolutes Muß für Regency-Fans. Ganz im Stil von Georgette Heyer verwickelt Clare Darcy ihren Helden und ihre Heldin in amüsante Mißverständnisse.

Reviewed am 14.06.99 von Sara

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"Victoire"

Originaltitel: Victoire, 1974
Deutsche Erstveröffentlichung: 1981
Verlag: Moewig/Ullstein
Bewertung: 4.0

Seit 6 Jahren bereits schon muß die Familie mit den wilden Eskapaden von Lewis Lionel Wystan Fearon, dem Marquis of Tarn, leben. Gerade vor kurzem mußte er England wieder verlassen, weil er bei einem Duell einen Mann beinahe getötet hatte. Lady Eastcott, Tarns Tante, erhält Besuch von einem Mr. Fitzhugh Duvenay der behauptet, Tarn hätte seiner Schwester Nancy die Ehe
versprochen.

Erstaunlicherweise ist die junge Miss Duvenay eine gutaussehende und wohlerzogene junge Frau. Umso unverständlicher ist es für die Eastcotts, daß Tarn mit diesem "Schulmädchen" eine Tändelei gehabt hätte. Der Marquis selber taucht am nächsten Tag bei seiner Tante auf und verspricht, sich der Sache anzunehmen.

Als er die Duvenays in dem Gasthof besuchen will, wo sie abgestiegen sind, muß er mit Erstaunen feststellen, daß die junge Frau gar nicht Nancy ist, sondern eine Verwandte aus Frankreich mit dem Namen Victoire. Tarn nimmt sie mit in sein Haus, um dort endlich die wahre Geschichte zu erfahren, nämlich das Victoire von ihrem Vetter Fitzhugh zu dieser Maskerade überredet worden ist, weil dieser Geld braucht.

Mr. Duvenay läßt sich allerdings nicht so schnell geschlagen geben und kurz darauf wird der Marquis entführt. Victoire schafft es Tarn aus den Händen der Schmuggler zu befreien. Als Dank dafür will er sie zu seiner Tante bringen, da sie nun keine Angehörigen mehr hat, bei denen sie leben könnte. Aber wie soll Victoires Anwesenheit erklärt werden? Da bleibt eigentlich nur die Heirat zwischen dem Marquis und der erfrischend lebhaften Victoire. Aber nicht jeder freut sich über dieses Vorhaben und so müssen die beiden noch ein paar Mißverständnisse und Abenteuer hinter sich bringen, bevor dem Bösewicht das Handwerk gelegt wird.

Eine witzige und abenteuerliche Geschichte, an der alle Regency Fans ihren Spaß haben werden. Niemand schreibt so unterhaltsam wie Georgette Heyer, Caroline Courtney und Clare Darcy.

Kritik geschrieben am 25.12.98 von Isolde W.

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"Lydia das Mädchen aus Louisiana"

Originaltitel: Lydia, 1973
Deutsche Erstveröffentlichung: 1976
Verlag: Rowohlt
Bewertung: 4.0

Eine kurzweilige amüsante Geschichte für Regency-Fans!

Miss Lydia Leyland aus Louisiana wirkt in England vielleicht ein kleines bißchen fehl am Platz. Denn normalerweise müssen die jungen Damen sich eines guten Benehmens befleißigen, während Lydia redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Und auch sonst ist sie schlauer und gewitzter als mancher Mann.

Da ihre Großmutter Mrs. Leyland früher auf Great Hayland gelebt hat, besuchen sie dieses Anwesen und da sie auch in Geldschwierigkeiten sind, überreden sie den Butler kurzerhand sie dort übernachten zu lassen. Wer kann schon wissen das ausgerechnet an diesem Tag sich der Besitzer des Hauses, Viscount Northover, ebenfalls dort einfinden wird. So treffen die Leylands zum ersten Mal mit dem Viscount zusammen. Northover ist fasziniert von der freimütigen Art Lydias und sie erhalten seine offizielle Erlaubnis, in Great Hayland zu übernachten.

Als Mrs. Leyland mit ihren Enkelkindern Lydia und Bayard in London eintrifft, statten sie dem Vermögensverwalter von Mrs. Leyland verstorbener Schwester einen Besuch ab. Denn nur durch das Erbe konnten die Leylands nach England reisen, um vorteilhafte Partien für Lydia und Bayard zu finden. Bald erfahren sie, daß ihnen vielleicht noch ein größeres Erbe winkt, wenn sie Sir Basil (den Ehemann der Verstorbenen) überreden können, Bayard als seinen Erben einzusetzen.

Das ist aber nicht so einfach, denn die Pentonys sind Verwandte von Sir Basils erster Frau und wollen ebenfalls an das Erbe. Fortan stiften Bayard und Lydia jede Menge Verwirrung nicht nur in Liebesangelegenheiten sondern auch aufgrund der Erbschaft. Als Bayard mit seiner Herzensdame durchbrennen will, ist Lydia gezwungen ihm zu folgen, um ihn vor schlimmeren zu bewahren. Und wie es scheint hält das Schicksal auch für sie den Richtigen bereit.

Das Buch bietete jede Menge spaßiger Verwirrungen, an der der Leser seine Freude hat. Ich kann diesen Clare Darcy Roman nur allen Regency-Fans weiterempfehlen.

Kritik geschrieben am 19.09.98 von I. Wehr

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"Pamela und der eigenwillige Lord"

Originaltitel: Lady Pamela, 1975
Deutsche Erstveröffentlichung: 1991
Verlag: Rowohlt
Bewertung: 4.5

Lady Pamela Frayne hat es bisher erfolgreich geschafft, sich vor Heiratsanträgen zu drücken, aber jetzt hat sie entschieden das es Zeit ist, ihre Jugendliebe Adolphus, Lord Babcoke zu heiraten. Dieser hatte eigentlich gar nicht mehr mit einer positiven Antwort auf seinen Heiratsantrag gerechnet und auf einmal ist er verlobt.

Lord Nevans, der Großvater von Lady Pamela arbeitet im Dienste der Regierung und als unerklärlicherweise eines Tages ein streng geheimes Dokument aus seiner Foreign-Office-Kassette verschwindet, denkt Pamela gar nicht lange nach sondern macht sich selber an die Aufklärung des Falles um ihren gichtkranken Großvater zu schonen. Sie hat Angst, daß ihr jüngerer, leichtsinniger Bruder Wyn seine Hände im Spiel haben könnte und reist ihm ohne Begleitung nach.

Unterwegs hat sie einen Unfall mit der Postkutsche und landet, zusammen mit dem arroganten Kutscher in einem kleinen Gasthof. Hier bietet sich Pamela endlich eine Möglichkeit wie sie inkognito ins Schloß Whiston kommen kann. Sie tauscht mit einer Kranken die Kleider und gibt sich als Kammerzofe aus. Und sie wettet mit Carlin, dem Kutscher, daß er es nicht schafft in Whiston Castle eine Stelle zu finden. Aber Carlin ist gar nicht gewillt, der eigenwilligen Pamela zu helfen, jedenfalls vorerst nicht.

Endlich im Schloß angekommen startet Pamela sofort ihre Ermittlungen nur um zu erfahren, daß Cedric Mannsell, der Freund ihres Bruders den sie im Verdacht des Diebstahls hatte, sich gar nicht in seinem Elternhaus aufhält. Natürlich bleibt es nicht aus das Lady Pamela von einem Mißgeschick ins nächste tappt. Und als auch noch der unverschämte Kutscher Carlin dort auftaucht und sich als Lord Dalven ausgibt, ist das Chaos perfekt.

Da Pamela das Schriftstück im Schloß nicht finden kann, sorgt Carlin dafür das sie wieder nach London zurückkehrt und er verspricht, sich um die weitere Lösung des Problems zu kümmern. Aber auch London kann Lady Pamela nicht vor sich selber schützen, die nicht vorhat so einfach die Aufklärung ihres Falles aus der Hand zu geben.

Die Whistons reisen ebenfalls kurz darauf nach London und lösen damit eine Kette von Ereignissen aus. Denn wie erklärt eine englische Lady, daß sie sich als Kammerzofe verkleidet in deren Haushalt eingeschlichen hat? Und wer hat jetzt eigentlich das geheime Memorandum, daß wie vom Erdboden verschluckt scheint? Dazu kommt das sich Lord Dalven (Pamela muß feststellen das er wirklich dem Adel angehört und sich nur als Kutscher verkleidet hatte) in den Kopf gesetzt, daß nur er der richtige Mann für die eigensinnige Pamela ist.

Eine witzige und sehr vergnügliche Geschichte um zwei tolle Helden die ich nur weiterempfehlen kann. Ich hatte selten so viel Spaß beim Lesen eines Buches!

Kritik geschrieben am 19.06.98 von I. Wehr

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