"Stolze Liebe, wildes Land"

Originaltitel: My Outlaw, 1997

Autorin: Rachel Davis

Deutsche Erstveröffentlichung: Februar 1999

Verlag: Knaur

Preis: 10,00 DM

ISBN: 3-426-69029-2

Bewertung: 3.0

 

Wieder ein Buch was mich nicht so recht überzeugen konnte. Eigentlich hab ich ein Faible für Western, nur war diese Story in allem ein bißchen übertrieben, selbst für ein Erfindung.

Mary Carolyn Ross braucht Geld und das zwar dringend. Darum entschließt sie sich zu einem Zugüberfall. Ihr Wissen über ein solches Vorgehen bezieht sie aus Westernromanen über die berühmt-berüchtigte Jesse James Bande. Und da Mary Carolyn viel zu schüchtern für ein solches Vorhaben ist, hat sie ein zweites Ich erfunden, Buster, eine furchtlose, in Männerkleider verpackte und draufgängerische Version von ihr.

Sie schafft es dem reichen Bankier DeGraffen Sommervell auszurauben, allerdings ahnt Buster nicht, daß zur gleichen Zeit der Rest des Zuges von Jesse James und seinen Mitstreitern überfallen wird. Als Buster versucht vom fahrenden Zug abzuspringen, landet sie direkt auf Clell Miller, einem Mitglied der James Bande. Dieser braucht nicht lange zu überlegen um herauszufinden, was Buster/Mary da bei sich trägt. Er nimmt ihr die Beute ab und flieht dann allerdings zusammen mit ihr. Jedoch wird dabei die junge Räuberin angeschossen.

Clell rettet Mary das Leben indem er ihr die Kugel herausholt, die sie getroffen hat, aber danach macht er sich mit ihrer Beute aus dem Staub. Er hat allerdings nicht mit der Zähheit von Mary gerechnet, die ihr Geld unbedingt wiederhaben will. Diese macht sich, sobald sie sich wieder einigermaßen erholt hat, an die Verfolgung. Clell plant mit dem kleinen Vermögen seinen Ausstieg bei der James-Bande, endlich könnte er ein neues Leben anfangen. Aber als Mary ihn einholt, muß er die junge waghalsige Frau vor sich selber und den rauhen Banditen schützen. Daher gibt er sie als seine Ehefrau aus. Wie lange können sie diese Maskerade aufrecht erhalten? Und Clell kann nicht glauben, daß er sich in den kleinen "Schmutzfink" in Männerkleidern verliebt hat.

Die Story an sich hätte mich durchaus fesseln können, wenn die Heldin nicht ausgerechnet siebzehn gewesen wäre. So wirkte das ganze nur total übertrieben und unglaubwürdig. Ein Buch was man lesen kann, aber man wird es auch nicht vermissen wenn man es nicht tut.

Kritik geschrieben am 18.02.99 von Isolde W.

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