"Verrat und Leidenschaft"

Originaltitel: Stormswept (1995)

Autorin: Deborah Martin

Verlag: Heyne Verlag,  Oktober 2001

Preis: 11,64 DM

ISBN: 3-453-18496-3

Bewertung: 3.5

Wales 1777: Die junge Engländerin Juliana St. Albans, die Tochter des Grafen von Northcliffe, liebt im Gegensatz zu ihrer Familie alles walische - auch die Sprache beherrscht sie fließend. Bei einer Versammlung der "Söhne von Wales" zu der sie ihrer walisischen Zofe heimlich folgt, lernt sie Rhys Vaughan kennen, den Anführer. Die beiden treffen sich heimlich, sprechen über walisische Poesie und über ihre Gefühle zueinander, die Juliana nicht so recht versteht.

Dem Heiratsantrag von Rhys stimmt sie freudig zu. Die beiden planen durchzubrennen, denn die Zustimmung ihres Vaters würden sie nie bekommen. Zudem hat Rhys Vater sein Landgut im Spiel an Julianas Vater verloren und sich, als Rhys im Ausland war, das Leben genommen. Die Pläne gelingen, doch müssen sie in einem Gasthaus warten, bis die Kutsche nach London ankommt. In einem gemieteten Zimmer im Gasthaus wird dann freudig die Ehe vollzogen.

Doch Julianas Familie wird über die Hochzeit informiert und die beiden Brüder sorgen dafür, dass Rhys und auch sein Freund Morgan von der Presspatroullie mitgenommen und so zur Marine gezwungen werden. Juliana ist untröstlich, als ihr zu Ohren kommt, dass ihr Mann gefangen wurde. Von der Beteiligung der Brüder erfährt sie nichts. Sie weigert sich aber standhaft, die Ehe mit diesem "Waliser" annullieren zu lassen und zieht sich statt dessen auf seinen Landsitz zurück, den sie von ihrem Vater als Mitgift erhielt.

Sechs Jahre vergehen. Am Tag von Julianas erneuter Verlobung kommt ein unerwarteter Gast hinzu - Rhys. Der denkt bzw, dem gesagt wurde, dass seine Ehefrau für sein Leiden verantwortlich sei. Nun ist er zurückgekehrt, um seinen Besitz und seine Frau einzufordern. Ihren Unschuldsbeteuerungen glaubt er nicht...

Ich kann ihn ja irgendwie verstehen. Soviel hat Rhys durchgemacht. So viele Gründe wurden ihm genannt, warum seine Frau schuldig ist. Doch dass er so lange nicht den wahren Charakter seiner Frau erkannt hat oder nicht erkennen wollte, dass finde ich in diesem Buch reichlich übertrieben. Der Roman fing toll an, hat sich aber nachher nur noch auf diverse Lügen und Misstrauen beschränkt.

Review von Karin M., 23.09.2001

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