Deutscher Titel: In deinen Armen (Blanvalet 2004)
Autorin: Christina Dodd
Verlag: Avon, 2002
Bewertung: 4.0
Inmitten einer Gruppe von Hausmädchen erinnert sich
Enid McLean, die Krankenschwester und Gesellschafterin von Lady Halifax an ihre
Hochzeit vor 9 Jahren. Sie erzählt den jungen Frauen eine Geschichte voller
Romantik und Liebe, wenn die Realität doch so ganz anders aussah: ein junges
Mädchen, blind vor Liebe, folgt ihrem spiel- und abenteuersüchtigen Mann durch
das Land - bis er sie in einem kleinen Dorf mittellos und mit seinen Schulden
beladen sitzen lässt. Niemals wieder - so hat sich Enid damals geschworen - will
sie Stephen McLean wieder sehen. Doch plötzlich stehen Lady Halifax und ein
distinguiert aussehender Herr vor ihnen: Stephen sei bei einer Explosion schwer
verletzt worden und braucht die Hilfe und die Gesellschaft seiner Frau.
Widerwillig fügt sich Enid und folgt Mr. Kinman auf das Anwesen von Ellery
Throckmorton (bekannt aus "Die Liebesfalle", Blanvalet 2003).
Den Mann, den sie dort schwer verletzt und bewusstlos sieht, erkennt sie kaum
wieder. Einzig seine Augen sind es, an die Enid sich erinnert. Durch Enids
Pflege geht es McLean langsam aber sicher besser, doch als er aus seiner
Bewusstlosigkeit erwacht, erleben alle eine böse Überraschung - er kann sich an
nichts erinnern. Nicht an die Explosion, nicht an seinen Namen und schon gar
nicht daran, mit dieser schönen jungen Frau verheiratet zu sein, die ihn so sehr
zu hassen scheint ...
Ein interessanter, rasant verlaufender Plot mit vielen Wendungen und großartige
Dialoge machen dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Enid ist eine
selbstbewusste junge Frau, die sich in ihrem Leben vielen Widrigkeiten
ausgesetzt sah, jedoch nie ihren Mut und ihren Willen verloren hat, dagegen
anzukämpfen. Somit gibt sie auch einen guten Gegenpart zum klassischen
Alpha-Helden McLean ab. Der braucht für meinen Geschmack leider etwas lange, um
von einer eindimensionalen Figur zu einem echten Charakter zu werden, wenn er es
allerdings ist, wird der Leser doppelt für die anfängliche Farblosigkeit
entschädigt.
Einen Minuspunkt erhält das Buch von mir allerdings für die so offensichtliche
Ähnlichkeit mit Linda Howards "White Lies". Diesen Punkt allerdings übersehend,
ist Dodd hier ein wirklich lesenswertes Buch gelungen.
Review geschrieben von Alex W. am 28.03.2006
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