"Rebellische Herzen"

Originaltitel: Rules of Surrender, 2000, Avon Books

Autorin: Christina Dodd

Verlag: dt. Erstveröffentlichung: Blanvalet 04/2002

Bewertung: 4.5


1. Teil der Gouvernanten-Trilogie:
Lady Charlotte Dalrumple ist Englands erfolgreichste Anstandsdame. Die Unterweisung des entsetzlich unzivilisierten Lord Wynter Ruskin, der seine Jugend unter Beduinen in der Wüste verbracht hat, scheint aber sogar ihre Fähigkeiten zu übersteigen. Vor allem, da sich der schöne Wilde kaum für den Unterricht, dafür aber umso mehr für die Lehrerin zu interessieren scheint ...
 
Lady Charlotte Dalrumple hat seit nahezu zehn Jahren als Erzieherin die beste Reputation: sittsam, charakterlich einwandfrei, nie ein gesellschaftlicher Fehltritt, geschweige denn ein gefühlsmäßiger. Seit Jahren schon vermittelt sie ihren Zöglingen mit strenger, aber geduldiger Hand die komplizierten Benimmregeln der feinen Gesellschaft. Doch gelingt ihr das nur durch eine strikte Maskerade: Sie versteckt ihre kupferroten Locken, kleidet sich ganz im Stil ältlicher Gouvernanten. Diese Sittsamkeit bringt ihr auch das Engagement bei der vornehmen Lady Ruskin ein, die für ihre rebellischen, mutterlosen Enkel, den 10-jährigen Robbie und die 8-jährigeLeila, händeringend eine geeignete Erzieherin sucht.
 
Doch die Anstellung bei Lady Adorna Ruskin, deren halb wilde, in Arabien aufgewachsene Enkel Charlotte an die englische Zivilisation heranführen soll, erweist sich als harte Prüfung. Denn bald schon stellt sich heraus, dass ihre eigentliche Aufgabe in der Erziehung von Adornas erwachsenem Sohn Lord Wynter Ruskin besteht, einem zwar unverschämt gut aussehenden, jedoch vollkommen barbarischen jungen Mann, der als Junge von zu Hause ausriss, um ein abenteuerliches Leben in der Wüste zu führen. Der jedoch hat wenig Lust, sein rüdes, ungehobeltes Verhalten zu ändern - was die resolute Charlotte zu speziellen Maßnahmen greifen lässt. Mit List und Tücke bringt sie nicht nur die Kinder auf Trab, sondern auch diesen unmöglichen, wunderbaren, liebevollen Vater, der hinter Charlottes kühler Gouvernantenfassade wiederum plötzlich Atemberaubendes entdeckt. Doch während die zunehmend verstörte Charlotte verzweifelt versucht, den charmanten Wilden auf seinen Auftritt in der feinen Gesellschaft vorzubereiten, hat der nichts anderes im Sinn, als seine wunderschöne Lehrerin in der Kunst der Liebe zu unterweisen ...
 
Ein arroganter Mann, der aufgrund seines Lebens bei den Beduinen nicht daran glaubt, dass ein Mann eine Frau lieben kann und eine Frau, die ihn vom Gegenteil überzeugen möchte. Ein, wie ich finde, gelungener Auftakt für die Gouvernanten-Trilogie. Leidenschaftlich und romantisch, mit wundervollen Charakteren.
 
Kritik geschrieben am 26.10.2003 von Ariane

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