" Meant to be"

Amerikanische Originalausgabe: von 2004

Autorin:  Edie Claire

Verlag: Warner Books, 371 S.

ISBN: 0-446-61278-2

Bewertung: 4.0


Einen Tag nach ihrem dreißigsten Geburtstag erhält Meara O'Rourke, Lehrerin in Pittsburgh, einen Anruf von einem Hospital, dass ihre Mutter, Sheila Black, die nach einem schweren Autounfall dort eingeliefert wurde, sie unbedingt sehen möchte. Meara ist zunächst verwirrt, ihre Mutter, das heißt ihre Adoptivmutter, ist vor kurzem verstorben; bei Sheila handelt es sich demnach um ihre leibliche Mutter, die Meara vor sechs Jahren nur ein einziges Mal getroffen hatte - ein Treffen, das für Meara eher enttäuschend verlief. Sie fährt allerdings trotzdem ins Krankenhaus; Sheila behauptet ihr gegenüber, sie immer geliebt zu haben, und versucht, Meara noch etwas wichtiges mitzuteilen, doch sie ist nicht mehr in der Lage, sich verständlich auszudrücken.

Später erfährt Meara, dass ihr nach geltendem Recht ein Anteil des Erbes von Sheila zustünde; Sheila hatte vor kurzem Mitchell Black geheiratet, der bei dem Unfall ums Leben kam; da dieser kein Testament gemacht hatte, steht auch Meara, neben seinen eigenen Kindern, ein Anteil an seinem Anwesen, einem historischen Gasthaus und großen Waldgebieten in den Laurel Mountains, zu. Meara wird von dem Anwalt der Blacks nach Laurel Ridge gebracht; sie fühlt sich, zumal als Naturliebhaberin, sofort geborgen dort. Doch dann trifft sie auf Fletcher Black, Mitchells Sohn, und der begegnet ihr zunächst äußerst ablehnend, und er versucht, Meara eine finanzielle Regelung anzubieten, damit sie Laurel Ridge ihm überlässt. Meara hat zunächst den Verdacht, dass er das Land an Spekulanten verkaufen will, die dort ein Riesen-Skigebiet aufziehen und die wunderbar erhaltenen Wälder zerstören wollen - deshalb sperrt sie sich gegen seine Vorschläge.

Auf der Suche nach der Wahrheit über Sheilas Leben und ihren leiblichen Vater entdeckt Meara immer neue, geheimnisvolle und auch düstere Einzelheiten; es scheint so, als ob sie früher schon einmal in Laurel Ridge gewesen ist. Langsam gelingt es ihr auch, an Fletcher, heranzukommen und sein Vertrauen zu gewinnen - doch ob sie ihn je von ihrer Liebe überzeugen kann?

Gut erzählte, spannende Geschichte; mit einer sympathischen Heldin, die zwar an Selbstzweifeln leidet, aber entschlossen ist, dagegen anzukämpfen, und einem Helden, der auch unter seiner Vergangenheit leidet, und von ihr erst mühsam überzeugt werden muss. Der Roman spielt in heutiger Zeit, ist aber im Stil der so genannten "gothic romances" geschrieben - eine sehr interessante Kombination.

Kritik geschrieben von Sabine R., 15.10. 2004

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