"Comanche"

Autorin: Fabio Lanzoni

Englische Originalausgabe

Verlag: Avon Books

Preis: $ 5,99

Bewertung: 4.5

 

Dies ist das letzte Buch was ich von Fabio gelesen habe und es spielt im Wilden Westen, es ist eine "Indianer-Lovestory" wenn man so will. Da ich bisher jedes Buch von Fabio gelesen habe, das ich von diesem Autor in die Hände bekommen konnte, habe ich mich gleich mit Feuereifer drauf gestürzt. Leider ist es nur in Englisch erhältlich.

Maggie Donnovan kommt 1872 von Boston nach Austin, Texas, um dort einen Mann zu heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Sie ist mehr oder weniger eine "bestellte Frau". Durch eine Annonce hat ein Mann für seinen besten Freund, Bronson Kane, eine Frau gesucht. Bronson Kane, ein Halbblut, ist vom ersten Moment von Maggie fasziniert, ihr geht es nicht anders. Sie heiraten noch am gleichen Tag.

Als Maggie aber beim Hochzeitsdinner erfährt, daß ihr Mann ein Halbblut ist, will sie sich gleich wieder von ihm trennen. Ihr erster Verlobter wurde nämlich von Indianer getötet. Das sagt sie Bronson allerdings nicht, der nun denkt, seine Frau würde alle Indianer hassen. Maggie läuft weg.

Bronson kehrt zu seinem Vater, dem Häuptling der Comanchen zurück und erzählt ihm von seiner missglückten Hochzeit und das er sich auf den ersten Blick in seine Braut verliebt hat. Maggie ist die Frau, die er immer in seinen Visionen gesehen hat. Sein Vater rät ihm, um seine Frau zu kämpfen. Das macht Bronson, der von seinem Volk White Wolve genannt wird. Er schmeisst sich in die volle Kriegskleidung inklusive der Kriegsbemalung und reitet in die Stadt. Er entführt Maggie aus ihrem Bett und bringt sie zu seinem Volk. Sie soll ihrer Ehe eine Chance geben. Zunächst soll sie den indianischen Teil in ihm verstehen lernen, dann können sie in die Zivilisation zurückkehren.

Maggie ist ziemlich sauer, um es mal harmlos auszudrücken. Sie bekämpft ihren Mann wo sie nur kann und beschämt in offen vor den anderen Kriegern, in dem sie sich weigert, ihren Pflichten als White Wolves Frau nachzukommen und ihn z. B. beim Essen zu bedienen. Black Hawk, der Halbbruder ihres Mannes, hat zu allem Überfluss auch ein Auge auf Maggie geworfen. Eine harte Zeit beginnt für beide. Immer wieder kommen sie sich näher. Doch kommt es ebenfalls immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den beiden. Keiner will dem anderen nachgeben. Wie schon in Jane Austens "Stolz und Vorurteil" stehen sich hier zwei Menschen gegenüber, die voller Misstrauen sind und nicht so recht wissen, wie sie sich gegenüber verhalten sollen. Und als hätten White Wolve und Prairie Star, wie Maggie liebevoll von ihrem Mann genannt wird, nicht schon genug Probleme, kommt es auch noch immer wieder zu Kämpfen mit fiesen Trappern und korrupten Sherrifs.

Wird Maggie sich ihrem Mann ergeben und alle Vorurteile vergessen koennen? Kann sie mit ihm als Indianerin leben? Wird Bronson bei seinen Leuten leben oder wird er sich fuer die Zivilisation entscheiden und was wird aus dem Stamm, wenn Bronsons Halbbruder Black Hawk Häuptling wird?

Dieses Buch hat mir alleine schon deswegen sehr gefallen, da ich mittlerweile ein grosser Fabio-Fan geworden bin. Da bisher aber nur drei seiner Bücher hier in der BRD veröffentlicht wurden, ist es immer etwas schwierig an sie dran zu kommen. Gepriesen sei der ABC-Bücherdienst (heute amazon.de)! Die Geschichte hat einfach alles, was man von einem guten Buch erwartet: eine schöne Lovestory, jede Menge böse Buben und eine Menge Informationen zum kulturellen Hintergrund der Indianer. Ich habe viel gelernt und dabei noch jede Menge Spass und Unterhaltung gehabt.

Reviewed von Maren Steinhäusser am 27.03.98.

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