"Glücksboten"

Originaltitel: Thyme Out

Autorin: Katie Fforde

Verlag: Bastei Lübbe, Juni 2002

Preis: € 7,90

Bewertung: 4.5

In ihren Jugendjahren hatte Perdita ihre Internatsferien immer bei Kitty verbracht, der Patentante ihrer Mutter, die für sie selbst noch viel mehr gewesen war als das. Nach dem Scheitern ihrer Ehe, ihr Mann hat sie wegen einer älteren Frau verlassen, flüchtet sich Perdita zu Kitty. Mit  Hilfe von Kitty, die ihr ein Stück Land zur Verfügung stellt, baut sich Perdita eine neue Existenz auf. Sie baut biologisches Gemüse an, das sie an die ortsansässige Gastronomie verkauft.

Als sie eines Tage im Grantly House Hotel ihre Gemüselieferung abgeben will, entdeckt sie mit Entsetzen, dass Lucas ihr Exmann in der Hotelküche steht. Es stellt sich schließlich heraus, dass er der neue Chefkoch des Hotels ist. Da sie aber ihre Kundschaft nicht verlieren will, macht sie gute Miene zum bösen Spiel. Insgeheim beschließt sie aber, Lucas auf keinem Falle nahe an sich heran zulassen, schließlich hat er ihr schon einmal ein gebrochenes Herz beschert.

Perdita muss aber feststellen, dass dieser Vorsatz gar nicht so einfach einzuhalten ist, denn Lucas soll in einer Fernsehserie als Koch auftreten. Für die Dreharbeiten wurde ausgerechnet ihr Cottage als Kulisse ausgespäht. Eigentlich hat Perdita keine Lust, ihr Cottage zur Verfügung zu stellen. Sie wird von Lucas schwer bedrängt. Der Hinweis, dass sie dafür auch Geld erhalten wird, bewirkt dann doch eine Meinungsänderung.

Nach Beginn der Dreharbeiten gestaltet sich Perditas Leben immer turbulenter, denn sie wird auch noch als Darstellerin verpflichtet. Als dann Kitty, inzwischen 87jährig, einen Schlaganfall erleidet, gestaltet sich Perditas Leben immer schwieriger. Sie will Kitty, die ihr immer eine gute Freundin war, nicht in ein Pflegeheim geben. Sobald wie möglich holt sie deshalb Kitty nach Hause, organisiert Hilfe für die Pflege. Überraschend entpuppt sich Lucas als große Hilfe. Als dann auch noch der Neffe von Kitty auftaucht, den sie insgeheim bei der Auflistung des Inventars erwischt, sind Perditas Nerven auf das äußerste angespannt.

Als Kitty schließlich stirbt und Perdita fast einen Nervenzusammenbruch erleidet, greift Lucas ein.

Eine sehr anrührende Geschichte. Mit Kitty hat die Autorin eine liebevolle Nebenfigur geschaffen. Die alte Dame schmaucht bis zu letzt gerne eine Pfeife und ist auch dem Whiskey nicht abgeneigt. Wie fast immer garantiert auch hier Fforde beste Unterhaltung.

Review von Uschi, 25.05.2002

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