Originaltitel: Whispers and Lies
Autorin: Joy Fielding
Deutsche Erstausgabe: 2004
übersetzt von: Kristian Lutze
Bewertung: 4.5
Terry Painter ist um die vierzig, lebt in Florida in
einem kleinen Häuschen, das sie von ihrer Mutter geerbt hat und arbeitet als
Krankenschwester in der Mission-Care-Klinik. Sie ist sehr einsam, hat keine
Freunde und auch keine andere Familie mehr. Daher hat sie sich dazu
entschlossen, trotz der schlechten Erfahrungen mit der Vormieterin Erica
Hollander eine neue Mieterin für das kleine Gartenhäuschen zu suchen. Und fand
sie: In Alison Simms.
Alison scheint naiv, ja, nahezu kindlich, aber dennoch für alles Neue
aufgeschlossen. Und diese Art zieht Terry besonders an und sie gibt ihr das
kleine Häuschen. Schnell schließen die beiden Freundschaften und beginnen, eine
engere Bindung zueinander aufzubauen. Aber ziemlich schnell kommen in Terry
Zweifel auf. Zweifel, ob Alison tatsächlich die Alison ist, die sie vorzugeben
scheint. Und was hat es mit ihren Freunden Denise und K.C. auf sich? Und wer ist
plötzlich Lance?
Terry fühlt sich immer unsicherer und unwohler bei der ganzen Sache. Als dann
schließlich ihr vermeintlicher Freund Josh Whylie ihr sagt, das er wieder zu
seiner Frau zurück gekehrt ist, kommt noch eine andere Person mit ins Spiel: Die
Mutter!
Mein Fazit: Ich habe die zweite Hälfte des Buches an einem Abend gelesen.
Eigentlich dachte ich, ich wäre zu müde. Aber die Geschichte um Terry und Alison
ließ mir keine Ruhe und so las ich, las ich und las ich!
Toll, Joy Fielding hat sich mal wieder selbst übertroffen. Diese plötzliche
Wendung in diesem Buch. Daher auch die Ich-Erzählung. Denn aus dieser Sicht hat
selbst der Autor nur einen Blickwinkel. Und der kann genauso trügerisch sein wie
alles andere! Ich finde dieses Buch spannend und mitreißend. Vor allen Dingen
die Demütigungen der Mutter sind grausam! Wo holt sie das bloß her? Unbedingt
Lesen, mein persönlicher Tipp!
Reviewed von Elke H. am 11.02.07, Herausgeberin von Monalou's Homepage
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