"Erobere mein Herz"

Originaltitel: The Quest, 1995

Autorin: Juliana Garnett

Deutsche Erstveröffentlichung: 1998

Verlag: Droemer Knaur

Preis: 10,00 DM

ISBN: 3-426-69007-1

Bewertung: 4.0

 

Es hat sich mal wieder gezeigt, daß ich diese Mittelalterromane leider nicht allzusehr mag. Das soll jetzt nicht heißen dieses Geschichte wäre nicht gut, ganz im Gegenteil, nur die Autorin hat es am Schluß einfach nicht mehr geschafft mich für die Helden zu interessieren.

Rolf, Lord von Dragonwyck, auch "Le Draca" (Der Drachen) genannt ist ein gefürchteter Kämpfer im Jahr 1214. Lord Thursten, sein Schwager, hält Rolfs kleinen Sohn Justin als Geisel. Bereits seit Jahren versucht der Drache seinen Sohn zurückzubekommen, aber da seine Frau das Kind auf Stoneham Castle zur Welt gebracht und danach verstarb, hat sich der ränkeschmiedende Lord Thursten gleich zum Vormund von Justin erklären lassen. Bisher stießen alle Bittgesuche beim König auf taube Ohren. Denn England ist ein von Unruhen geschütteltes Land und mit Justin als Unterpfand sichert sich der König die Treue von Lord Dragonwyck.

Wieder einmal hat Rolf vergeblich versucht seinen Sohn freizugekommen. Man gesteht ihm nur ein paar Minuten mit Justin zu. Während dieser Zeit lernt er Annice d'Arcy kennen, eine junge Witwe die die Cousine von Lord Thurstens Frau ist. Annice ist erstaunt wie sanft und rücksichtsvoll der gefürchtete Krieger mit seinem Sohn umgeht. Und sie ist sich sicher, hinter der rauhen Schale steckt ein weicher Kern.

Kurze Zeit später wagt Rolf einen Befreiungsversuch um seinen Sohn endlich bei sich zu haben. Dieser schlägt leider fehl nur Lady Annice wird als Geisel mitgenommen. Rolf muß bald erkennen, daß die Lady sich nicht so einfach in ihr Schicksal fügt sondern ihm trotzig die Stirn bietet. Als der König von der Entführung erfährt ordnet er die Hochzeit zwischen den beiden an. Annice hat keine andere Wahl als sich dem Befehl des Königs zu beugen, aber sie schwört sich keine geistlose Marionette für Rolf zu sein.

Mit der Zeit entsteht Vertrauen zwischen den Verheirateten. Aber immer noch nicht will der König Rolfs Sohn freigeben. Da entschließt sich Annice zu einer leichtsinnigen Tat. Wird Rolf das schlimmste verhindern können?

Wie gesagt, eine interessante Geschichte aber die langatmigen historischen Beschreibungen waren einfach nichts für mich. Vielleicht haben ja richtige Mittelalter-Fans ihren Spaß daran.

Kritik geschrieben am 23.08.98 von I. Wehr

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