"Indalo - Der Gott der Liebenden"


Autorin: Christiane Gohl

Verlag: Herbig

ISBN: 3-7766-2231-8

Preis: 44,90 DM

Bewertung: 4.0

 

Andalusien 1489: Die Inquisition greift auch auf das maurische Spanien über. Die Bewohner der Region Mojácar bekommen das ebenfalls zu spüren. In der Zeit wachsen dort vier junge Menschen heran, deren Schicksal einmal miteinander verknüpft sein wird. Da ist Chalid Al-Abez, der Sohn des Statthalters, ein Maure. Sein bester Freund ist Aron Ibn Daud, ein Jude. Und dann gibt es da noch zwei Christen, Catalina die Tochter des Töpfers und Ignacio, ihr Nachbar, der sie von klein auf ärgert. Chalid, Aron und Catalina werden die besten Freunde, trotz ihrer unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Chalid wird zu einem kühnen Kämpfer gegen die spanische Königin Isabella von Kastilien und ihren Ehemann Fernando von Aragon, die versuchen den Leuten den christlichen Glauben aufzuzwingen. Aron kämpft ebenfalls im Krieg und wird ein Schmuggler. Catalina jedoch führt den Haushalt ihres Vaters und glaubt in Chalid ihren Traumprinzen gefunden zu haben.

Die Jahre ziehen ins Land und der Krieg weitet sich aus. Ignacio, der seitdem er Catalinas Schönheit erkannt hat ein Auge auf sie geworfen hat, wirbt bei ihrem Vater um ihre Hand. Catalina jedoch will den grobschlächtigen Mann, der mittlerweile Stadtwächter ist, um keinen Preis heiraten. Im Laufe der Zeit hat sie entdeckt, dass sie für Aron mehr als nur freundschaftliche Gefühle empfindet. Eine Heirat zwischen einem Juden und einer Christin ist jedoch aussichtslos, selbst wenn die Inquisition nicht wäre. Ignacio derweil nährt seinen Hass gegen Chalid und Aron. Je länger der Krieg dauert, desto mehr spitzt sich die Situation zu, nicht nur im Krieg auch zwischen den vier jungen Menschen. Wird es überhaupt ein gutes Ende geben können? Und wie passt eigentlich der Indalo, ein steinzeitlicher Regengott und Glücksbringer in die Geschichte?

Mit "Indalo - Der Gott der Liebenden" erweckt Christiane Gohl lebthaft die Vergangenheit Mojácars, ihrem heutigen Wohnort, wieder zum Leben. Leider geht bei den vielen historischen Details die Liebesgeschichte etwas unter. Trotzdem kann man das Buch allen empfehlen, die sich für Geschichten rund um Andalusien und die Zeit der Inquisition interessieren. Hilfreich ist auch das Lesezeichen mit den wichtigsten handelnden Personen, das dem Buch beiliegt. Bei all den fremdländischen Namen verliert man nämlich schnell den Überblick.

Kritik geschrieben am 29.12.01 von Isolde W.

|| Zurück zu Historischen Romanen || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zu Neuerscheinungen || Zurück zur Hauptseite ||