"Das Geheimnis des Amuletts"

Autorin: Maria Greene

Verlag: Cora MyLady 417 (1/04), 2004, 159 S.,

Bewertung: 4.5

KLAPPENTEXT:

Ein böser Fluch - ausgesprochen von Lucinda Endicott vor 150 Jahren - lastet auf der Familie der Ashcrofts. Nun endlich sieht die schöne Jillian eine Möglichkeit, dem Spuk ein Ende zu bereiten: In einem alten Buch hat sie von einem wertvollen Amulett gelesen, mit dem sie den Bann aufheben könnte. Als sie erfährt, dass die junge Laura Endicott dieses Schmuckstück ständig trägt, ist ihr Ziel klar: Jillian muss den Anhänger an sich bringen! Es gelingt ihr, Gast auf Burg Endicott zu werden, doch dann geschieht etwas völlig Unerwartetes: Zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt sich Jillian und zwar ausgerechnet in Sir Richard Blackwood, Lauras Verlobter, ist der Mann; der ihr Herz höher schlagen lässt. Leidenschaft, die offensichtlich erwidert wird, aber niemals sein darf!

MEINE EINSCHÄTZUNG:

Normalerweise lese ich sehr wenig MyLadys, da mir die Romane meist ein wenig zu dünn sind und man das Gefühl bekommt, es wäre zuviel Story aus dem Roman gekürzt worden. Doch da ich schon ein paar historische Liebesromane dieser Autorin gelesen hatte und zwei davon zu meinen Keepern gehören, habe ich einmal eine Ausnahme gemacht und wurde nicht enttäuscht. Die Hauptpersonen dieses Regencyromans sind sehr unterschiedlich. Jillian ist eine ziemlich schlagfertige Heldin, die das Leben des ernsten und manchmal auch etwas zu trockenen Sir Richard Blackwood ziemlich auf den Kopf stellt.

Obwohl er Jillian die Geschichte über den "Fluch der Ashcrofts", anfangs nicht abnimmt, willigt er dennoch ein, sie mit seiner Verlobten bekannt zu machen. Wider Erwarten entpuppt sich die Verlobte nicht als bösartige Hexe sondern als das absolute Gegenteil. Die beiden Frauen freunden sich miteinander an, doch Jillian verschweigt Laura, trotz einem schlechten Gewissen, ihren richtigen Familiennamen, da sie befürchtet, dass Laura ihr dann wahrscheinlich nicht mehr helfen würde, da ihre beiden Familien schon seit Jahrhunderten verfeindet sind. Außerdem verliebt sich sich auch noch in Lauras Verlobten. Richard dagegen hat die Ehe mit Laura nur in Betracht gezogen, da sie schon vor Jahren durch Lauras und seinem Vater, arrangiert wurde und er dringend Geld benötigt. Obwohl das seine einzige Möglichkeit ist, an Geld zu kommen, widerstrebt es ihm sehr Laura zu heiraten, da er sie nicht liebt. Außerdem schleicht sich immer mehr die kratzbürstige Jillian in sein Herz. Bis die beiden aber doch endlich zusammenfinden, passiert doch noch so einiges, so dass bei dem Leser auf keinen Fall Langeweile aufkommen kann. Streckenweise habe ich auch ziemlich viel schmunzeln müssen, weil die Wortgefechte zwischen Jillian und Richard wirklich sehr witzig waren.

Obwohl der Lesespaß schon nach 159 Seiten vorbei war, hatte ich nicht das Gefühl, dass die Geschichte unvollständig war. Auch die Nebenpersonen und ihre Dialoge sind so detailliert beschrieben, dass man fast das Gefühl hat, bei einer Mini-Jane Austen Verfilmung zuschauen zu können.

Fazit:

Ein gutgeschriebener Roman muss nicht unbedingt 300 Seiten haben, um eine tolle Story hervorzubringen. :-)

Geschrieben von Nicole, 24.02.05

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