"Die Nacht des Jaguars"

Autorin: Susan Hastings

Verlag: Plaisirs d'Amour,  Konkursbuchverlag, 
2003, 343 S.,

ISBN: 3-88769-642-5

Bewertung: 4.0

Nicole Kuerten, Anfang dreißig, hat eine ganz besondere  Aufgabe zugeteilt bekommen: als Gesandte eines großen deutschen  Elektronikkonzerns darf sie eine deutsche Regierungsdelegation auf einer Reise  in das seit langem von der übrigen Welt abgeschieden existierende  mittelamerikanische Land Monteverde begleiten. Monteverde wird als  Militärdiktatur von dem Präsidenten Gonzalez geführt und will zum ersten Mal  seit zehn Jahren wieder Kontakt mit der übrigen Welt aufnehmen. Nicole hofft,  für ihre Firma einige Aufträge für Elektronikgeräte zu ergattern.

Gleich am Ankunftstag trifft Nicole bei einem Empfang zu  Ehren der Delegation auf einen faszinierenden Mann: General Juan Mendoza,  Innenminister und Militärchef von Monteverde; wie sich schnell herausstellt, ist  er der eigentliche Herrscher des Landes; der Präsident ist nur eine Art  Marionette, Mendoza hält diskret im Hintergrund die Fäden in der Hand. Nicole fühlt sich einerseits von Juan Mendoza angezogen wie noch nie zuvor von einem  anderen Mann, und lässt sich dazu hinreißen, Dinge zu tun, von denen sie früher  nicht einmal zu träumen gewagt hätte; andererseits fühlt sie sich aber auch  immer wieder von Juans widersprüchlichem Wesen abgestoßen.

Nicole lässt sich von Juan in einen Abgrund der sexuellen Leidenschaft reißen; lässt sich mit ihm, und mit seinem jungen Adjutanten  Diego, der ein recht problematisches Liebesverhältnis zu seinem Herrn zu haben  scheint, auf eine erotische Beziehung ein, die einer Achterbahnfahrt ähnelt.  Nicole weiß nie so recht, wie sie mit Juan "dran" ist, manchmal hasst sie ihn und seine arrogante, alles überwachende Art - und sie sie beginnt auch, sich  selbst, will von ihm loskommen und sich ihm widersetzen, doch ihre Versuche  enden stets damit, dass sich Nicole doch eingestehen muss, dass sie sich  unsterblich in Juan verliebt hat. Doch wie steht Juan zu ihr? Hat eine Beziehung  dieser beiden so unterschiedlichen Persönlichkeiten aus derart unterschiedlichen  Welten überhaupt eine Chance?

Spannend erzählte, unterhaltsame Geschichte, mit heißen erotischen Szenen gespickt; es ist jedoch etwas schwierig, sich mit den  Charakteren des Romans "anzufreunden", und auch das Ende des Romans wirkt allzu aufgesetzt und unglaubwürdig. Für empfindsamere Leserinnen vorsichtshalber ein Hinweis: es sind einige Szenen dabei, die über einen "reinen" Liebesroman hinausgehen.

Kritik geschrieben von Sabine R., 06.06.2003

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