"Venus und ihr Krieger"

Autorin: Susan Hastings

Verlag: Knaur Verlag, 1/2000

ISBN: 3-426-69061-6

Bewertung: 5.0

Im Jahre 113 v. Chr. lebt die junge Germanin Sigrun mit ihrer Sippe in der Steiermark. Sie ist die Tochter eines freien Bauern und Helfgurd versprochen. Bei einem Spaziergang mit ihm wird sie von Römern gefangen genommen, Helfgurd verletzt. Sie wird mit weiteren Gefangenen, die wie sie in die Sklaverei gezwungen werden, nach Rom gebracht.

In Rom lebt ein Senator namens Valerius mit seiner unberechenbaren und zuweilen auch grausamen Frau Romelia und ihren vier Kindern. Romelia erfährt von ihrer direkten Nachbarin, dass diese sich aus dem Haar einer germanischen Sklaven eine blonde Perücke hat machen lassen. Neidisch wie sie nun mal ist, beschliesst Romelia, dass sie auch eine solche Haartracht haben will, und begibt sich deshalb miti hrem Gatten auf dem Sklavenmarkt. In Sigrun meint sie, die passende Sklavin gefunden zu haben. Valerius kauft sie dann aber hauptsächlich wegen ihrer Schönheit. Sigrun wird ab sofort Pila = Säule (wegen ihrer Beine, die vom Senator mit dorischen Marmorpfeilern verglichen werden) genannt, da keiner ihren Namen aussprechen kann. Pila lernt sehr schnell die Sprache der Römer.

Eines Tages muss sie ihre Herrin in das Badehaus begleiten. Unterwegs begegnet sie einem Mann, in dessen dunkelblaueAugen sie sich verliert. Sie erfährt, dass er der berühmte Gladiator Claudius ist. Sie begegnet ihm vereinzelt wieder. Und beide zeigen Interesse aneinander, aber Pila kann sich nach ihrem Glauben nur einem Mann hingeben - ihrem Ehemann.

Romelia hat ihren Plan von einer blonden Perücke noch nicht aufgegeben. Zwar hat ihr Mann es verboten, doch als dieser nicht anwesend ist, versucht sie, Pila die Haare ab zuschneiden. Und Pila wehrt sich. Das kann für einen Sklaven den Tod bedeuten. Pila willigt deshalb in Valerius Plan ein, bei seiner nächsten Feier die Bedienung zu übernehmen, einer Feier, die in einem Gelage enden wird. Eine Feier, an dem auch Claudius teilnimmt. Und wo Pila ihre Jungfräulichkeit Valerius schenken soll....

Rom, Gallien oder Germanien sind schon seltene Orte, an denen Liebesromane spielen. Aus dem Grund ist der Roman schon sehr interessant. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass dieser Roman, übrigens ein Original, meines Erachtens sehr gut recherchiert ist und man sehr viel aus dem Leben in dieser Zeit lernen kann. Einige der römischen Eigenarten haben mir überhaupt nicht gefallen, konnten mich aber nicht von einer schlechteren Bewertung abbringen. Eigenartig fand ich aber schon, dass sich der Held als "Nebenjob" zum Gladiator als "Callboy" betätigt hat.

Review von Karin M., 15.04.2001

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