"Wer zuletzt lacht"

Originaltitel: Female Intelligence 

Autorin: Jane Heller 

Verlag: Goldmann, April 2002

Preis: 9,00 € 

Bewertung: 4.0    

 

Lynn Wyman arbeitet als Kommunikationsberaterin mit gut gehender Praxis. Mit regelmäßigen Auftritten in Radio und Fernsehen bringt sie den Männern „die Frauensprache“ bei. Die„Wyman-Methode“ soll dem starken Geschlecht dazu verhelfen, im Beruf und Privatleben erfolgreich zu kommunizieren. Außerdem ist sie glücklich verheiratet und ihr überaus fürsorglicher Ehemann Kip beherrscht die Frauensprache perfekt. Es wäre also alles bestens, wenn Lynn nicht eines Tages zufällig ein Telefonat ihres Göttergatten belauscht hätte, indem er mit einer anderen Frau Liebesgeflüster austauschte. Schlagartig befindet sich Lynn wieder auf dem Boden der Realität, ihr Mann ist ihr untreu. Am liebsten würde sie ihn umbringen, aber da auch die Glaubwürdigkeit und der Erfolg der „Wyman-Methode“ auf dem Spiel steht, beschließt sie, nichts von dem Betrug an die Öffentlichkeit kommen zu lassen.

Daher ist ihr Entsetzen groß, als sie eines Tages ihr Konterfei auf allen Titelseiten entdeckt. Sie und die „Wyman-Methode“ sind vor aller Welt der Lächerlichkeit preisgegeben. So kommt es wie es kommen muss, Radio und Fernsehen verzichten auf ihre Auftritte und ihre Praxis besuchen auch immer weniger Kunden. Einziger Trost sind ihre vier Freundinnen, die sie in dieser Krise unterstützen.

Sie hat sich inzwischen auch von ihrem Mann getrennt, da sie vermutet, dass er der Übeltäter der ganzen Geschichte ist.

Beim Durchblättern einer Zeitschrift entdeckt sie ein Foto von Brandon Brock, Vorstandsvorsitzender und größter Macho Amerikas. Da kommt ihr eine blendende Idee, sie könnte doch den zwar attraktiven, aber ungehobelten Brock, Manieren beibringen. Wenn sie die „Wyman-Methode“ bei ihm erfolgreich anwenden könnte, wäre sie sicher auch bald wieder im Geschäft und ihre Karriere würde wieder steil nach oben gehen. Als sie Brock endlich an der Angel hat, stellt dieser aber eine Bedingung, nichts davon dürfte an die Öffentlichkeit dringen. Widerstrebend ist sie einverstanden.

Bei den Sitzungen kommen sie sich langsam etwas näher und Lynn findet Brock lange nicht so schlimm, wie erst gedacht. Sie genießt es auch, sich von ihm ausführen zu lassen - bis schließlich wieder jemand plaudert und die Sache publik wird und ihre Zusammenkünfte ein jähes Ende finden....

Witzige, humorvolle Geschichte in der die Autorin die Männer auf die Schippe nimmt. Dieses Buch garantiert vergnügliche Lesestunden.

Review von Uschi, 06.04.2002

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