"Stern des Südens"

Originaltitel: Love A Rebel ... Love A Rogue (erschienen 1994)

AutorinShirl Henke

Verlag: Historical Gold Extra 28, Cora Verlag, Juni 2001

Preis: 11,70 DM

Bewertung: 4.0

Die junge Madelyne wird nach dem Tod der Mutter von ihrer Tante mütterlicherseits groß gezogen. Der Vater kommt nur zu Besuch, da er mit einem Kind nichts anfangen kann. Nach dem Tod der Tante, kommt die junge Frau im Jahre 1780 zu einer anderen Tante, der Schwester ihres Vaters, bei der sie ständig nur arbeiten muss. So ist sie auch gerade dabei, einen Teppich auszuklopfen und entsprechend schmutzig, als Quintin Blackthorne zu Besuch kommt. Er ist gekommen, um sich die Frau anzuschauen, die sein Vater, ein Freund von Madelynes Vater, als seine Braut ausgesucht hat - Madelyne. Und gerade weil sie im Moment so aussieht wie ein Dienstmädchen, stimmt er zu. Madelyne fällt aus allen Wolken, als ihr später vom Vater alles erklärt wird. Schließlich hat sie ganz genau gemerkt, dass der wirklich gut aussehende, aber anmaßende junge Mann eigentlich gar nicht heiraten will.

Auf dem Weg zu ihrem Bräutigam hat die Kutsche einen Achsenbruch. So muss Madelyne in einem Muskogee-Indianerdorf Unterschlupf finden. Von dort wird sie dann von Quintin abgeholt, der ganz erstaunt ist, als er Madelyne in ihrer vollen Schönheit sieht. Er begehrt sie, obwohl er doch eigentlich keine Frau haben wollte, die so aufregend aussieht und so spitzzüngig spricht. Frauen bereiten nur Ärger da sie ständig mit anderen Männern kokettieren. Schließlich war seine Mutter auch so eine und auch jede Frau, die er bisher kennen gelernt hatte. Und da Quintin dies bei dieser schönen Frau auch erwartet, verhält er sich Madelyne gegenüber sehr misstrauisch. Dies verletzt Madelyne natürlich, die sich trotzdem zu ihrem Verlobten hingezogen fühlt. Kann diese Ehe wirklich etwas werden?

Ebenfalls im Indianerdorf ist Devon, der Cousin von Quintin. Devon ist selber zu einem Viertel ein Indianer- mit blonden Haaren. Nach der Hochzeit schließt er sich, seiner Gesinnung folgend, den Royalisten an. Auf der Suche nach einem Verbrecher trifft er mitten in der Wildnis auf die Schiffbrüchige Lady Barbara Carruthers, die eben erst von England gekommen ist. Auf ihrer "damenhaften" Art besteht sie darauf, sofort nach Savannah gebracht zu werden, was Devon, der seinem Auftrag folgt, natürlich ablehnt. Der Streit ist natürlich vorprogrammiert. Zudem ist das Leben in der Wildnis für die englische Lady ein Kulturschock. Nach einigen Abenteuern, bei denen sie sich näher gekommen sind, verbringen die beiden einige Zeit im Indianerdorf. Angetan von der sexuellen Freiheit der Indianerinnen lässt sie sich mit Devon ein. Doch dieser macht ihr hinterher keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft: ein Halbblut und eine englische Dame. Unmöglich! Oder?

Ein wirklich spannender Roman. Zwei Liebesgeschichten in einem Buch. Und das ist hier auch gut so. Innerhalb des ganzen Ablaufs ist dieses ewige, unnötige Mißtrauen von Quintin, das ich zwar verstehen und nachvollziehen kann, deshalb nicht mehr so im Vordergrund. Das wird, trotz Verständnis, nämlich mit der Zeit ziemlich nervig. Deshalb muss ich zugeben, dass mir die andere Liebesgeschichte viel besser gefallen hat.

Geschrieben von Karin M. am 18.06.2001

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