Zonenkinder

Deutsche Originalausgabe: September 2002

Autorin: Jana Hensel

Verlag: Rowohlt

Preis: 14,90 Euro

ISBN: 3-498-02972-X

Bewertung: 5.0

Die DDR ist verschwunden, nicht nur von der Landkarte sondern anscheinend auch aus den Köpfen ihrer ehemaligen Bewohner. Jana Hensel erläutert mit einfachen Worten, wie die Generation sich fühlt, die zur Zeit der Wende 13 - 16 Jahre alt war. Eine sogenannte "Zwitter-Generation", die ihre Wurzeln im Osten hat, aber im Westen groß wird. Das ab und an mit Melancholie an die Vergangenheit gedacht wird, ist selbstverständlich, aber viele Erinnerungen werden vergraben und man spricht nicht mehr darüber, da sie anscheinend niemanden mehr interessieren. Jana Hensel redet über die Probleme genau jeder Generation, der ich auch angehöre.  "Zonenkinder" war für mich eine wunderbare Reise in die Vergangenheit. Dabei hatte ich teilweise beim Lesen wehmütige Tränen in den Augenwinkeln oder habe befreit gelacht, denn dieses Buch hatte für mich ein wichtige Bedeutung, das ich sagen konnte: Ja genauso war es! Danke das ich meine Erinnerungen wieder gefunden habe!

Beim Lesen des Romans fragte ich mich: Ab wann gab es die "Trommel" oder "Frösi" nicht mehr? Haben Pioniernachmittage nur in unserer Phantasie existiert? Warum wusste ich nicht mehr das wir Wandzeitungen angefertigt haben oder zur Reihenuntersuchung mussten oder was Engerlinge waren? "Zonenkinder" ist kein belehrendes Buch, sondern ein amüsanter Blick eines Ossis der den Westen kennenlernt. Und auch ich kann heute sagen: Ja unsere Anpassung war erfolgreich!

Kritik geschrieben am 16.10.02 von Isolde W.

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