"Lucifer's Shadow"

Amerikanische Originalausgabe: von 2001

Autor: David Hewson

Verlag: Harper Collins, 520 S.,

ISBN: 0-00-651015-9

Bewertung: 4.0

In diesem Roman werden zwei Zeitebenen miteinander verknüpft; Handlungen und Geschehnisse wiederholen sich, die Schatten der Vergangenheit haben ihre Auswirkungen auf die Gegenwart.

Gegenwart: Der junge Daniel Forster kommt aus England nach Venedig, um für Lorenzo Scacchi eine Bibliothek alter Manuskripte zu katalogisieren; Scacchi ist der letzte Nachfahre einer alten venezianischen Familie, die in früheren Jahrhunderten eine Druckereibetrieben hatte. Schon bald ist Daniel in das Leben des alten Scacchi, eines Kunsthändlers, dessen Lebensgefährten Paul, und der jungen Haushälterin Laura einbezogen; gemeinsam mit Laura, zu der Daniel sich sehr bald hingezogen fühlt, entdeckt er die Originale eines unbekannten musikalischen Meisterwerkes aus der Zeit Vivaldis. Nicht lange, und es entstehen die größten Verwicklungen um die Aufführung dieses Konzertes, und eine alte, wertvolle Geige. Was haben der undurchsichtige englische Kunsthändler Hugo Massiter, die junge Geigerin Amy, der Kleinganove Rizzo damit zu tun? Was hat es mit der vor zehn Jahren unter mysteriösen Umständen verstorbenen jungen, außerordentlich talentierten Geigerin Susanna Gianni auf sich, für deren Fall sich auch die engagierte Polizistin Gianna Morelli sehr interessiert?

1773, zu Vivaldis Zeiten: Lorenzo, der junge Neffe des Druckereibesitzers Leo Scacchi, soll sich darum kümmern, die genaue Identität der jungen, talentierten Geigerin Rebecca geheim zuhalten; sie soll in Vivaldis Orchester für die ausgefallene Star-Geigerin einspringen - es darf aber niemand wissen, dass Rebecca eine Jüdin ist. Zuerst ist Lorenzo wenig begeistert von dieser Aufgabe, verliebt sich jedoch recht bald in sie. Rebecca zeigt auch als Komponistin eine große Begabung, da Frauen aber damals eine solche Betätigung offiziell nicht möglich war, versuchen sie, ihr Konzert unter einem anderen Namen zu veröffentlichen - der Engländer Oliver Delapole tritt auf den Plan, und dramatische Verwicklungen nehmen ihren Lauf.

Spannend erzählte, interessante und gut recherchierte Geschichte mit vielfältigen Charakteren; zieht sich jedoch leider etwas gar zu sehr in die Länge. Die Atmosphäre Venedigs wird sehr gut dargestellt.
 
Kritik geschrieben von Sabine R., 15.09.2003

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