Küsse für den Helden

Originaltitel: A How To Kiss a Hero

Autorin: Sandy Hingston

Verlag: Cora (Historical Gold Band 111)

Preis: 9,80 DM

Bewertung: 4.0

Da sich Evelyn Treadwell und Christiane, Countess d'Oliveri wünschen es gäbe in England mehr Frauen mit Rückrat die sich nicht von ihren Ehemännern unterdrücken lassen, gründen Sie in der Grafschaft kennt eine ganze besondere "Akademie für junge Damen". Hier sollen die zukünftigen Debütantinnen mehr lernen, als das man sich dem Willen eines Mannes beugt.

Nichola Hainsworth mag es gar nicht, von ihrer Mutter zu Mrs. Treadwells Akademie für junge Damen gebracht zu werden. Jahrelang hat sich Lady Hainsworth nur um ihre 5 älteren Söhne gekümmert, denn es ist doch offensichtlich das Frauen im England des 19. Jahrhunderts nur dazu da sind eine gute Heirat abzuschließen. Und da Nichola rüde Manieren hat, viel größer als alle anderen Frauen ist und sich wie ein Tolpatsch fühlt, will sie überhaupt nicht heiraten. Daher sah sich ihre Mutter gezwungen etwas dagegen zu tun. Bereits in der ersten Nacht in der neuen Schule will Nichola aufs Festland fliehen und ebenfalls sein Soldat werden wir ihr Zwillingsbruder Tommy. Da trifft sie Madame, wie die Countess von den Schülerinnen genannt werden will. Sie weißt sie darauf hin, dass ohne Fechtkenntnisse aus Nichola nie ein guter Soldat werden kann. Also lässt sich die junge Frau überreden solange an der Schule zu bleiben, bis sie perfekt fechten kann.

Je länger Nichola an der Schule ist, desto mehr gefällt es ihr. Sie schließt Freundschaft mit ihren Zimmerkameradinnen und zeigt beachtliche Fortschritte in ihren Fechtstunden mit Madame. Als sie Mrs. Treadwell zu einem Besuch bei ihrer Tochter begleitet, lernt sie Lord Brian Boru kennen, einen Kriegshelden der aufgrund eines Verletzung am Knie nicht mehr richtig laufen will. Wie es der Zufall will, beleidigt Nichola den ehemaligen Schürzenjäger und würde vor Scham am liebsten im Boden versinken. Kurz darauf jedoch wird er ihr Fechtlehrer, und von nun an sehen sie sich fast täglich. Als Nichola merkt das sie für Brian mehr empfindet als bloße Verehrung, weiß sie mit ihren Gefühlen nicht umzugehen. Aber auch der brummige schottische Lord muss sich eingestehen,  das Nichola ihn weit über eine Schüler-Lehrer-Beziehung hinaus fasziniert.

Dann jedoch macht Nichola ihre ersten Schritte auf dem gesellschaftlichen Parkett und wird zu einem großen Erfolg, sie kann sich vor Verehrern kaum retten. Sollte sie vielleicht doch einen englischen Adeligen heiraten?

Eigentlich lässt sich die Geschichte mit einem kurzen Satz beschreiben: Sie ist absurd. Aber das auf eine sehr witzige und unterhaltsame Weise das man der Autorin fast verzeiht, dass die Geschichte teilweise kein "historisches Flair" hat und viel zu modern ist. "Küsse für den Helden" bietet nette Unterhaltung für ein paar Stunden, allerdings mit einer etwas schwer nachzuvollziehbaren Liebesgeschichte und ungewöhnlichen Nebencharakteren.

Kritik geschrieben am 03.11.01 von Isolde W.

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