Amerikanische Originalausgabe: von 2003
Autorin: Cheryl Holt
Verlag: St. Martin's Paperbacks 378 S.,
ISBN: 0-312-98460-X
Bewertung: 3.5
England, 1813:
Emma Fitzgerald, Tochter des vor einiger Zeit verstorbenen Vikars im
kleinen Ort Wakefield, scheint dazu geboren, gutes zu tun - sie
kümmert sich um ihre kranke und geistig verwirrte Mutter und ihre
elfjährige Schwester Jane, mit denen sie in einer
heruntergekommenen Kate hausen muss, seit der neue Vikar Harold Martin
in Amt und Würden ist; sie pflegt kranke Nachbarn und agiert als
Hebamme; sie vertritt die Rechte der armen Dorfbewohner. Nun ist
síe ganz besonders aufgebracht: John Clayton, der neue Viscount
Wakefield versucht, das Gut aus den roten Zahlen zu bringen und hat,
ohne Ansehen der Person, einigen der allerärmsten Anwohner einfach
die Zwangsräumung ihrer Cottages angedroht. Das kann so nicht
angehen, findet Emma, und stürmt zum Herrenhaus Wakefield Manor,
entschlossen, den Kampf mit dem als verderbt und arrogant verrufenen
Viscount aufzunehmen.
John ist auch sehr überrascht - er ist es einfach nicht
gewöhnt, dass ihm jemand widerspricht und seine Entscheidungen in
Frage stellt; mehr um Emma abzuschrecken und loszuwerden, macht er den
Vorschlag, gegen seine Rücknahme der Kündigungen solle ihm
Emma zu intimen Vergnügungen zur Verfügung stehen - Emma
jedoch, die insgeheim von John fasziniert ist, ergreift nicht etwa
empört die Flucht, sondern akzeptiert seinen Vorschlag. John merkt
bald, dass Emma, die so erfrischend anders ist, als seine intrigante,
gelangweilte Mätresse Georgina und die pflicht- und
standesbewusste Caroline, die ihm von Kindheit an als zukünftige
Ehefrau versprochen wurde, ihn auch nicht gleichgültig lässt.
Das turbulente und schwierige Verhältnis zwischen Emma und John
wird durch Missverständnisse aller Art, Georginas Intrigen, das
plötzliche Auftauchen von Caroline, ernsthafte Differenzen mit
John's Halbbruder Ian und die Pläne des schmierigen Vikars Harold
Martin verkompliziert.
Zwar ganz nette und einigermaßen unterhaltsame, mit einigen erotischen
Szenen gespickte, aber leider nicht allzu überzeugende Geschichte;
die Verwicklungen wirken teils etwas arg "konstruiert", die
Veränderung des Helden vom Nichtsnutz zum verständnisvollen
Gutsbesitzer und liebenden Mann geht allzu glatt vonstatten, und das
Ende wirkt nicht sehr glaubwürdig.
Kritik geschrieben von
Sabine R., 15.06.2004
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