"Der Kuss der Rächerin"

Originaltitel: Only for You (1995)

Autorin: Hannah Howell

Verlag: Knaur Verlag, April 2000

ISBN: 3-426-69040-3

Preis: 12,00 DM

Bewertung: 4.5

England 1319: Botolf Corwine Lavington, der Earl of Regenford, nimmt an einem Turnier teil. Da sein Knappe sich den Knöchel verletzt hat, nimmt Pitney Todd dessen Platz ein - zu Botolfs vollster Zufriedenheit. Während des anschliessenden Bads betritt ein Attentäter das Zelt. Leider ist dies nicht das erste Mal der Fall und alles weist darauf hin, dass hinter dem ganzen Botolfs Bastardbruder Cecil steckt, der seinem Bruder sein Erbe neidet. Im Zelt jedenfalls sieht es für den gerade eingeseiften, in der Wanne sitzenden Earl sehr schlecht aus, doch dann wirft sich der junge Pitney auf den Attentäter und wird von ihm lebensgefährlich verletzt. Der Täter wird von Botolfs Männer, die sich nun eingefunden haben, getötet. Nur mit Mühe überlebt Pitney und macht sich nach der Genesung mit seinem Lehnsherren auf den Weg nach Regenford.

Inzwischen in Wulshead Hall, dem Wohnsitz der Todds, einer sehr großen und weitverzweigten Familie, macht sich Saxan Todd, Pitneys Zwillingsschwester, nach einem Alptraum große Sorgen um ihren Bruder. Schliesslich treffen ihre Cousins ein, die von dessen unnatürlichen Tod berichten, die Geschichte dummerweise so verdrehen, dass letztendlich der Earl als Schuldiger dasteht. Wie es nunmal die Art der Todds ist, macht sich Saxan auf, den Tod ihres Bruders zu rächen. Tatsächlich trifft sie in einem Gasthaus auf die Reisegruppe. Der Anschlag auf den Earl misslingt und Saxan kann von ihrem mitreisenden Onkel endlich aufgeklärt werden, was für ein Blödsinn dessen Söhne erzählt haben und dass diese viel zu früh abgereist sind. Saxan wird vor Erleichterung zum ersten Mal ohnmächtig.

Zusammen zieht die Gruppe dann nach Regenford weiter, wo die offenherzige Saxan von der Mutter des Earls Manieren lernen soll. Meint zumindest der Earl, der sich aber trotzdem selbst schon des öfteren über Saxan amüsiert hat und eigentlich sehr gut mit ihr klar kommt. Da er ja von seiner Mutter und auch vom König gedrängt wird, wieder zu heiraten, wäre es doch die beste Lösung, wenn Saxan seine Frau würde ...

Die Familie gefällt mir. Offenherzig, energisch und mit so einem Vertrauen untereinander ausgestattet wie sonst selten. Zudem fand ich es toll, wie offen das Paar miteinander umging, vor allem auch mit viel Humor.

Review von Karin M.,  01.05.2001

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