Verlag: Berkley
Prime Crime, New York, 2006, 312 S.
ISBN:0-425-20981-4
Bewertung:4.0
Venedig, 1908: Der
junge Rechtsanwalt Revel Callender aus London ist für ein Jahr in
die Lagunenstadt gekommen, um Italienisch zu lernen und sich ansonsten
mit der Kunst zu befassen. Doch Callender kann sich nicht lange seinen
Interessen widmen; der britische Konsul beauftragt ihn, sich um die
Papiere der kürzlich verstorbenen, aus einer berühmten
britischen Bankiersfamilie stammenden Principessa Casimiri zu
kümmern. Die Casimiri, eine alte venezianische, einst sehr
mächtige, Familie, scheinen in ihrem zerfallenden Palazzo so
einige Geheimnisse zu verbergen.
Als Graf Roberto Casimiri auf ungewöhnliche Art zu Tode kommt und
Callender seine Schlüsse zu ziehen beginnt, gerät er in immer
größere Gefahr. Doch er lässt sich nicht so leicht
abschrecken; schließlich hat es ihm Clara Casimiri, die Tochter
des Hauses, besonders angetan.
Außerdem wird Callender von dem berühmten französischen
Maler Monet, der sich gleichfalls in Venedig aufhält, gebeten, in
Paris Erkundigungen über den Stand der polizeilichen Ermittlungen
im Falle des Mordes am Schwager seiner Frau Alice anzustellen.
Callender stößt auf einige Parallelen in den beiden
Fällen, die ihm zu denken geben.
Eine stimmungsvoll dargebotene Geschichte mit interessantem
Hintergrund, farbigen Charakteren und einfühlsam gezeichneten
Einblicken in das Künstlermilieu und ausgezeichnet dargestelltem
Kontrast zwischen Tradition und Moderne, auch wenn die Geschehnisse
teilweise vielleicht etwas "gar zu dramatisch" geraten sind.
Reviewed von Sabine R. am 26.10.2007