"Vogelfrei"

Originaltitel: Son of the Sword (2001)

Autorin: Julianne Lee

Verlag: Heyne Verlag, Juni 2001

ISBN: 3-453-18935-3

Preis: 23,47 DM  (12 EUR)

Genre: Paranormal/Time Travel

Bewertung: 5.0

Im Jahre 1713 sind die Reiche Schottlands und Englands unter Königin Anne vereinigt. Die Engländer bemühen sich, die schottischen Unabhängigkeitsbewegungen mit aller Gewalt zu unterdrücken, und lassen besonders die einfachen Menschen ihre Knute spüren. Als im Gebiet des Matheson-Clans ein Familienvater grausam hingerichtet und die Hütte der Familie über ihren Köpfen angezündet wird, beschwört die Fee Sinann, zornig über die Engländer, mit ihren letzten magischen Kräften einen Helden herbei, der die Schotten retten soll. Indem sie das Schwert der Familie verzaubert (...Möge ein Matheson seine Hände auf dich legen und zu diesem Befreier werden...) bevor es von den Engländern mitgenommen wird.

In den Vereinigten Staaten der heutigen Zeit bereitet sich Dylan Matheson auf die "Highland Games" vor, die in seinem Heimatort stattfinden. Dort nimmt er, der Kampfsport und Schwertkampf lehrt, teil. Dylan ist stolz auf seine schottische Herkunft und tritt zu den Spielen im Kilt an. Nach einem Schauschwertkampf entdeckt er ein ausgestelltes Breitschwert, welches ihn sehr interessiert. Mit dem Besitzer bestreitet er einen weiteren Kampf um das Recht, das alte Schwert einmal anfassen zu dürfen. Er gewinnt. Doch als er das Schwert berührt - fällt er ins Nichts.

Schnell materialisiert sich die Welt wieder. Doch wo war er? Er steht auf einer Wiese und ist von Bergen umgeben. Ihm nähern sich einige Männer, die ebenso wie er identische Kilts tragen. Als er sie fragt, wo er sei, wird er angegriffen und schliesslich - nicht ohne Widerstand - überwältigt. Als Dylan wieder zu sich kommt, liegt er gefesselt auf einem Steinfussboden. Die Personen im Raumsprachen gälisch. Doch Dylan versteht zu wenig von der Sprache, um etwas von dem Gespräch mitzubekommen. Von einer kindhaften Stimme wird er darüber aufgeklärt, dass die Männer ihn für einen Engländer halten. Von der Fee Sinann erfährt er, wo er hier gelandet ist. Sinann kann nicht verstehen, warum ein Matheson kein gälisch sprechen kann, erklärt ihm aber dann, dass er hier sei, um Schottland vor den Engländern zu retten. Da Dylan die Geschichte kennt, weiss er natürlich, dass dies nicht möglich ist. Die Fee verschwindet.

Mit einem Satz auf gälisch bringt sich Dylan bei den Männern in Erinnerung. Einige der Männer sprechen englisch. Und so gibt sich Dylan als Sohn seines eigenen Vorfahren aus, der in die Kolonien ausgewandert ist. Was für ein Glück, dass dieser Vorfahre tatsächlich diesen Männern bekannt ist. So langsam wird er akzeptiert und im Haus des Clanführers aufgenommen. Doch immer wieder braucht er noch die Hilfe von der Fee. Aber Dylan lernt schnell....

Hier steht zwar nicht eine Liebesgeschichte im Vordergrund, die es zwar auch gibt, doch tut das dem Lesespass keinen Abbruch. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und fieberte in allem mit, was Dylan erlebte, konnte das Heidekraut regelrecht riechen. So wird Geschichte lebendig.

Review von Karin M., 20.05.2001

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