Originaltitel: The Morning After
Autorin: Lisa Jackson
Verlag: Knaur
Bewertung: 3.0
Ein sadistischer Mörder treibt sein Unwesen. Seine Art zu Töten ist besonders grausam, denn er begräbt seine Opfer lebendig, indem er sie zu verwesten Leichen in den Sarg legt und wieder beerdigt. Ein Mikrofon im Sarg überträgt ihm die Todesqualen seiner Opfer. Aus irgendeinem Grund scheint der Mörder den Kontakt zu Detective Pierce Reed und zur Journalistin Nikki Reed auf und gibt ihnen immer wieder versteckte Hinweise auf seine bevorstehenden Morde. Bald steht fest, dass zwischen Nikki, Pierce und dem Mörder besteht.
Nikki hat sich zu Beginn auf die Story gestürzt, weil sie ihre große
Karrierechance wittert. Deshalb heftet sie sich an den – zunächst -
widerwilligen Pierce. Doch dann wird Nikki ganz persönlich betroffen, denn der
Killer steigt nicht nur in ihre Wohnung ein, sondern er tötet jemanden aus
Nikkis engstem Umfeld und Nikki steht ebenfalls auf seiner „Abschussliste“…
Lisa Jacksons Genre-Wechsel ist noch nicht 100% gelungen. Zu viele Spuren und
Verdächtige werden ins Rennen geschickt, um dann im Sande zu versickern. Bei der
Auflösung musste ich an Truman Capotes Schlussworte aus „Eine Leiche zum
Dessert“ denken, als er sich beschwert, dass auf den letzten fünf Seiten der
Detektiv-Romane noch Charaktere aus dem Hut gezaubert werden, die im ganzen
Roman mit keiner Silbe erwähnt wurden. Will heißen: der Schluss war eine große
Enttäuschung für mich, denn auch, wenn der Mörder nicht gerade erst auf den
letzten fünf Seiten auftaucht, ist die Auflösung zu belanglos und spannungsarm.
Mit ihrer Kollegin Tami Hoag kann Lisa Jackson (noch) nicht mithalten.
Der Roman ist trotz dieser Schwächen jedoch unterhaltsam zu lesen und auch die
Liebesgeschichte ist nicht zu aufdringlich beschrieben.
Geschrieben von Angela am 15.03.06.
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