"The Care and Feeding of Pirates"

(Piraten-Trilogie Teil 3)

Autorin: Jennifer Ashley

Verlag: Leisure Books

Bewertung: 3.0

Honoria Ardmore ist eine waschechte Lady, bewandert in allen für eine solche Bezeichnung notwendigen Künsten. Dumm nur, dass sie vor vier Jahren für einen Moment alle ihre Moral über Bord geworfen hat und ausgerechnet den zum Tode verurteilten Piraten Christopher Raine geheiratet hat. Doch Christopher starb am Galgen und nun endlich hat sich Honoria entschlossen den Heiratsantrag des ehrenwerten (wenn auch etwas langweiligen) Rupert Templeton anzunehmen. Noch dümmer allerdings, dass Chrisopher gar nicht tot ist und sich nun auch noch weigert, Honoria gehen zu lassen ...

Vor vier Jahren entkam Christopher Raine nur knapp dem sicheren (und vielleicht auch verdienten) Tod. Nach einer langen Odyssee ist er nun in London angekommen, hat seine Frau gefunden - und hat fest vor, all das nachzuholen, was ihm in den letzten Jahren verwehrt war.

Da Honoria glaubt schon längst mit Christopher abgeschlossen zu haben, schließen beide einen Deal: Sie kommt mit ihm auf eine Seereise und er hat diese Reise über Zeit, sie davon zu überzeugen, dass er der richtige Mann für sie ist ...

Mit dem dritten Teil der Piraten-Trilogie hatte ich leider ein paar Probleme. Leider schafft es Ashley hier im Gegensatz zu den anderen Teilen der Piraten-Trilogie nicht wirklich, den beiden Figuren Leben und eigene Persönlichkeiten einzuflössen. Ihre Stimmungen und scheinbar auch ihre Charaktere unterliegen alle paar Kapitel Wendungen, die für mich nicht wirklich nachvollziehbar sind: die oftmals so stark wirkende Honoria wird plötzlich zum ängstlichen Dummchen; Christopher, dessen Liebe für Honoria selbst einigen Nebenfiguren auffällt, behandelt sie wie der letzte Macho-Trottel - um im nächsten Moment wieder zum "tortured Hero" zu mutieren.

Ich will nicht damit nicht sagen, dass das Buch schlecht ist - der Plot ist größtenteils in sich stimmig und spannend und auch die Dialoge machen Spass. Nur habe ich den Eindruck, dass Ashley beim Schreiben ein wenig ihre alten Figuren und deren Charakterisierungen vergessen hat.
Trotz der vielen bekannten Gesichter aus den vorhergegangenen Teilen hatte ich nie das Gefühl "alte Bekannte" wiederzutreffen, sondern fand mich eher neuen und leider teilweise recht uninteressanten Personen gegenüber.

Vor allem im Vergleich mit den ersten beiden Bänden liegt "The Care and Feeding of Pirates" leider nur knapp über dem Durchschnitt. Schade eigentlich.

Review geschrieben von Alex W. am 29.03.2006

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