"Zwischenspiel in Venedig"

Originaltitel: Masquerade in Venice

Autorin: Velda Johnston

Verlag: Heyne Romantic Thriller, 1974, 127 S.

Bewertung: 3.0

Venedig, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: die junge Amerikanerin Sara Randall, die zuhause schwere Zeiten erlebt hat - ihr Vater verstarb, nachdem er verzweifelt versuchte, ihr durch einen Betrug die finanziellen Mittel für ihr Überleben zu sichern; die alte Dame, die Sara daraufhin als bezahlte Gesellschafterin betreute, kam bei einem Unglück ums Leben, und Sara wurde, obwohl sie nicht schuld daran war, übles nachgesagt; noch dazu löste sie ihre Verlobung mit dem Gelehrten Caleb Hayworth - kommt zu ihrer Großtante, der Contessa Sophia Belzoni, in deren verfallenden Palazzo. Sara soll Tante Sophia als Gesellschafterin dienen sowie deren Urenkelin Anna, eine uneheliche Tochter von Sophias verstorbenem Lieblingsenkel, unterrichten.

Im Palazzo Belzoni leben außerdem noch Sophias weitere, von ihr allesamt verachteten, Enkel Giuseppe, der sich nur für Einrichtung und Dekorationen interessiert, Carlo, der als Opernsänger durch die Welt tingelt, und schöne Isabella, die mit einem älteren Finanzier verheiratet ist und ständig auf der Suche nach neuen Liebhabern scheint; weiterhin ist, außer dem Dienstpersonal noch ein zahlender Gast im Hause - dies ist ausgerechnet Caleb Hayworth, der mitbekommen hat, dass Sara nach Venedig kommen will.

Die Atmosphäre im Palazzo Belzoni ist seltsam und mysteriös; dann geschehen mehrere Anschläge auf Saras Leben, und sie weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann, kann aber nicht nach Amerika zurückkehren, da ihr das Geld dazu fehlt. Am Abend des großen Maskenballes schließlich wird die Contessa ermordet, und jemand versucht, Sara die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Als Sara herauszufinden versucht, wer dahinter steckt, begibt sie sich in große Gefahr.

Einigermassen unterhaltsamer, allerdings nicht sehr überragender so genannter Romantic Thriller; weder die Romantik noch das Spannungselement sind jedoch bei diesem Roman sehr ausgeprägt; die Geschichte "plätschert so dahin", ohne dass man nun groß mit der Heldin mit leidet und -fiebert. Bestenfalls als Mittelmaß zu bezeichnen.

Kritik geschrieben von Sabine R., 09.07.2003

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