Autor: Jules Watson
Verlag: Blanvalet
ISBN: 3-3-442-36129-X
Genre: Historischer Roman
Bewertung: 4.5
KLAPPENTEXT:
Schottland im Jahr 79 n. Chr.: Nur die Heirat zwischen der schottischen
Prinzessin Rhiann und dem irischen Krieger Eremon kann die zerstrittenen
keltischen Stämme für den Kampf gegen die Römer einen. Doch Rhiann, mutig,
temperamentvoll und unabhängig, ist gezeichnet von ihrer Vergangenheit. Auch
wenn sie aus Pflichtgefühl einer Ehe mit dem fremden irischen Krieger zustimmt,
so verweigert sie sich ihm doch. Aber Eremon gelingt es, Rhianns Stamm als
Anführer für sich zu gewinnen und insgeheim ihr Herz zu erobern. Inmitten von
Chaos, Krieg und Verwüstung ist es schon fast zu spät für die Liebenden...
MEINE EINSCHÄTZUNG:
Erstmal muss ich bei diesem Buch anmerken,daß der Klappentext mal wieder ein
verfälschtes Bild darüber abgibt, was man von diesem Buch zu erwarten hat. Den
Begriff "Schottland" gab es zu dieser Zeit (79 n.Chr.) noch gar nicht. Wer also
ein Buch al la Highlander erwartet, sollte lieber die Finger davon lassen. ;-)
In dieser Zeit war das Land von vielen einzelnen Stämmen bevölkert. Diese Stämme
waren praktisch stets im Krieg untereinander. Jedes Volk hatte einen eigenen
König.
In dieser Geschichte stirbt der König von Alba. Da er keine männlichen Erben
hat, ist es Brauch, dass die weibliche Linie nun für königliche Erben sorgen
muss. Da es nur noch eine jüngere Prinzessin gibt, wird vom Druidenrat
beschlossen sie aus taktischen Gründen zu verheiraten. Rhiann, so heißt diese
Frau, war bis zu diesem Zeitpunkt eine Priesterin und muss sich nun dem Rat
beugen. Während der Begräbniszeremonie des alten Königs wird, ausgelöst durch
einen Sturm, ein Boot mit vielen Kriegern an Land gespült. In dem Boot befindet
sich Prinz Eremon aus Dalriada, der durch eine Intrige mit seinen Kriegern aus
seinem
Land verbannt wurde und nun nach Möglichkeiten sucht, Bündnisse mit anderen
Völkern einzugehen, um dann gemeinsam mit einer größeren Streitmacht
zurückzukehren, um seinen Thron zurückzuerobern.
Da die Albaner dadurch, dass ihr König gestorben ist, in einer schwierigen Lage
sind und Eremon über starke Krieger verfügt, bietet ihm der machthungrige Druide
Gelert an, Rhiann zu heiraten und dadurch Anführer der Albaner zu werden. Eremon
stimmt zu und so wird die Hochzeit vollzogen.
Da Rhiann aber durch eine frühere Vergewaltigung nicht in der Lage ist, sich ihm
hinzugeben, verzichtet Eremon vorerst auf seine ehelichen Rechte. Er tröstet
sich mit anderen Frauen. Rhiann trifft dieses Verhalten zwar, doch sie weiß,
dass sie ihm nicht die Schuld geben kann, da sie ihn oft genug abgewiesen hat.
Viel Zeit sich anzunähern bleibt den beiden zunächst auch nicht, da die Römer
unter ihrem Heeresführer Agricola, das Land zu erobern versuchen.
Eremon versucht alles diese drohende Gefahr abzuwenden und will auch andere
Volksstämme dazu bewegen sich gegen die Römer zusammenzuschließen um sie aus dem
Land zu vertreiben. Eine Verräterin bringt ihn schließlich mit Agricola
zusammen, der natürlich alles daransetzt ihn von den Vorteilen einer römischen
Herrschaft zu überzeugen.
Nach dieser Begegnung ist Eremon nur noch
mehr davon überzeugt, die Römer zu vertreiben und er beginnt römische
Festungen anzugreifen. Dabei wird er gefangen genommen und kann nur durch
Mithilfe seine Frau gerettet werden. Er begreift umso mehr wie wichtig ein
Zusammenschluss aller Völker ist und hat schließlich doch Erfolg. Calgacus,
einer der mächtigsten Könige, erhört ihn und bietet ihm seine Hilfe an. Bis es
soweit ist, müssen die beiden Hauptakteure jedoch eine Menge Abenteuer und auch
viel Leid überstehen. Letztendlich gelingt es Eremon und Rhiann doch miteinander
Frieden zu schließen...
Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie. Ich habe es nicht mehr aus der
Hand legen können, so sehr hat es mich gefesselt. Gespannt warte ich nun schon
auf den nächsten Teil und wie es mit den beiden Hauptpersonen weitergehen wird.
Wie sich die beiden Hauptakteure langsam und nach sehr langer Zeit (ca.2 Jahre)
annähern und von zunächst Freunden zu Liebenden werden ist sehr behutsam von der
Autorin beschrieben worden. Ebenfalls interessant sind die Einblicke in
den damaligen Götterkult der Völker. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.
Geschrieben von Nicole am 08.01.2005