"Das Castello in Umbrien"

Autorin: Christa Kanitz

Verlag: Ullstein

ISBN: 3-548-25139-0

Genre: Contemporary

Bewertung: 4.5

Jeder von uns hat bestimmt die Bilder nach dem schweren Erdbeben in Umbrien 1998 in den Nachrichten gesehen, das Epizentrum lag in Assisi. Nur wenige Kilometer entfernt liegt das Castello der Familie Beneventi:

Die junge Hamburgerin Journalistin Viola reist nach Italien um eine Reportage über das Weingut der Beneventi zu schreiben um so Touristen für diesen, noch zum Teil einsamen Landstrich zu begeistern. Die Gelder könnten dem Weingut den nötigen Aufschwung bringen.

Viola wird herzlich von allen aufgenommen, nur Lorenzo der jüngste Sohn der Familie hält sich zurück, ja ist fast unhöflich zu ihr. Doch sie fühlt sich zu diesem geheimnisvollen Mann sehr hingezogen. Er zeigt ihr seine Weinberge, sie hilft bei der Weinlese, lernt die umbrische Küche und die Geschichte des Castellos kennen.

Auf einer gemeinsamen Reise nach Pesaro erklärt er ihr, dass er das Weingut nicht dem Tourismus öffnen möchte, im Gegensatz zu seinen Eltern. Verärgert schlägt sie sein Geldangebot aus.

Wieder zurück, macht Lorenzo ihr ein Friedensangebot und zeigt ihr die Felsenkellerei um dort mit ihr ein Picknick zu machen. Doch plötzlich setzt das Erdbeben ein und nach 20 Nachbeben hört Viola auf zu zählen. Der Eingang ist verschüttet und nur durch einen Geheimtunnel können sie sich befreien. Doch ein Bild der Zerstörung bietet sich ihnen.

Gemeinsam versuchen sie das Gut und die Menschen zu retten, doch eine Menge Schwierigkeiten stehen ihnen noch bevor. Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Es ist das erste Buch der Autorin und sie hat die Ich-Erzählung gewählt und zwar abwechselnd erzählen Viola und dann Lorenzo den Verlauf der Ereignisse. Ein paar Seiten hat es bei mir gedauert um einen Bezug zu der Geschichte zu bekommen, aber dann war ich sehr gefesselt davon. Man bekommt den Eindruck, dass Christa Kanitz sich in dieser Gegend gut auskennt und evtl. sogar selbst zu der Zeit in Umbrien war. Hervorragend recherchiert, einfühlsam erzählt.

Review von Maria, 27.04.2001

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