"Fantasy Lover"

Deutscher Titel: Magie der Sehnsucht (10/07, Blanvalet)

Amerikanische Originalausgabe: von 2002

Autorin: Sherrilyn Kenyon

Genre: Paranormal

Verlag: St. Martins

ISBN: 0-312-97997-5

Bewertung: 4.0

Zum Geburtstag bekommt Grace Alexander, Sex-Therapeutin ohne Sexleben, von ihrer kartenlegenden Freundin Selena ein besonderes Buch geschenkt. Unter bestimmten Bedingungen kann nämlich für einen Monat der verfluchte und in diesem Buch gefangene Sex-Sklave gerufen werden, der ihr dann zu Diensten sein muss.

Julian of Macedon, spartanischer General und Halbgott hat sich mit seinen Verwandten, den Göttern angelegt und büßt nun seine Strafe seit mehr als 2000 Jahren. Wie verwundert ist er also, als Grace sich lieber mit ihm unterhalten als in den Kissen wälzen will.  Je näher sie den unglaublich gut aussehenden Julian kennen lernt, um so entschlossener ist sie, den Fluch zu lösen - auch wenn sie weiß, dass er sie dann verlassen wird, denn nur ein Fluch kann diesen Halbgott an die etwas pummelige, unscheinbare Grace binden, oder?

Julian ist ebenfalls hin- und her gerissen, da er sein Schicksal schon seit langer Zeit als unabänderlich hingenommen hat. Er glaubt, dass niemand ihn lieben, sondern nur begehren kann. In seinem Leben als gefeierter spartanischer General hat er auch fast nur schlechte Erfahrungen mit Menschen und Göttern gemacht und nur einen einzigen wahren Freund gehabt (Kyrian of Thrace, s. dazu die Fortsetzung 'Night Pleasures').

Die Geschichte klingt ganz originell, aber ein paar Abstriche muss man auch hier machen. Besonders gestört hat mich die cartoonhafte Darstellung der griechischen Götter, da hat die Autorin entweder ein Geschichtsbuch allenfalls quer gelesen oder - wahrscheinlicher - ihr Wissen aus TV-Serien wie Xena oder Hercules. Statt Julian als Spielball der Götter darzustellen, ist deren häufigste Ausrede 'ups, tut uns schrecklich leid, das haben wir ja nicht gewusst!'. Außerdem hat die Autorin es irgendwie geschafft, trotz viel Gerede über Sex-Sklaven und Sex-Therapeuten mit dem moralischen Zeigefinger zu winken, als hätte sie Angst vor der eigenen Courage bekommen - schade!

Kritik geschrieben von Ina, 06.04.2003

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