"Lady of the Night"

Amerikanische Originalausgabe

Autorin:
Ruth D. Kerce

Verlag: Changeling Press

Genre: Erotica (ebook)

Bewertung: 4.5
 

Hätte Renee Atkins geahnt, dass sie soviel Zeit als Lockvogel verbringen würde, hätte sie sich zweimal überlegt, Polizistin zu werden. Natürlich wollte sie auch verdeckt ermitteln, aber musste es immer als Prostituierte getarnt sein? Glücklicherweise wird sie in dieser Nacht von Detective Sam Hooper gerettet, der ihr nach einem langen und ergebnislosen Einsatz anbietet, sie nach Hause zu fahren. Renee findet Sam zwar nicht nur extrem nett, sondern auch extrem heiß, aber als seine Vorgesetzte hat sie sich bisher stets bemüht, die klar gezogenen Grenzen der Freundschaft nicht zu verletzen.

Sam Hooper hat schon lange ein Auge auf Renee Atkins geworfen. Es ist ja ganz schön, ihr Kumpel zu sein, aber eigentlich hat er ganz andere Pläne für sie und ihren Killerkörper. Und er hat so das Gefühl, dass es heute Nacht etwas werden könnte – wenn er seine Karten richtig ausspielt. Was die beiden nicht ahnen, ist, dass sie einen Beobachter haben. Der kommt gerade aus dem Gefängnis und hat mit Renee noch eine tödliche Rechnung offen...

Eine gute Geschichte, die vor allem Liebhaberinnen von Romantic Suspense Spaß machen wird. Es gibt nur ein Problem: Sie ist zu kurz. Man hat so das Gefühl mit einem abgenagten Knochen abgefertigt zu werden, wenn man eigentlich viel lieber ein saftiges Steak haben wollte. *g*

Ich hätte gerne noch viel mehr über Renee und Sam erfahren, wie sie sich kennen gelernt haben und Freunde wurden und wie aus der Freundschaft langsam mehr wurde. Die schnippischen Dialoge, wie sie miteinander umgehen – das alles macht Lust auf mehr.
 
Die Sexszenen sind gut und werden besonders Leserinnen Spaß machen, die es abenteuerlustig, aber nicht zu abgefahren mögen. Es gibt keine klare Rollenverteilung bei den beiden, was manche vielleicht stört, für mich aber den glaubhaften Eindruck von Erwachsenen mit Spaß am Spielen macht. Weibliche Brüste stehen mehr als sonst im Vordergrund, aber nicht so, dass es störend werden würde. Was mich aber wirklich irritiert hat, ist die Figur des rachsüchtigen Verbrechers. Er ist natürlich ein integraler Bestandteil der Geschichte und muss einfach da sein, aber ich persönlich fand ihn wirklich wirklich gruselig (und damit sehr abturnend). Aber wenn er das nicht wäre, würde natürlich die Geschichte nicht mehr funktionieren. Sehr verwirrend zu beurteilen... Die einzige Lösung: selbst lesen und eine eigenen Meinung bilden. :-)

Kritik geschrieben von Birte, 15.9.2004

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