"In der Liebe gefangen"

Originaltitel: Painted Horse (1998)

Autorin: Katherine Kincaid

Verlag: Heyne Verlag März 2001

ISBN: 3-453-17704-5

Bewertung: 3.5

1872: Grace Livingston hat immer bekommen, was sie wollte. Sie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau aus Boston. Sie weiß, dass alles käuflich ist. Grace hat das Geschäft von ihrem Vater geerbt und sehr erfolgreich weitergeführt. Ihre jüngere Schwester, Ellie, ist vor acht Jahren mit einem Mann durchgebrannt, der im Westen sein Glück versuchen wollte.

Auf ihrem Verlobungsball bekommt sie plötzlich die Nachricht, das Ellie und ihre Kinder, die auf dem Weg nach Kalifornien waren, von Komantschen entführt worden sind. Ellies Mann ist bei dem Überfall getötet worden. Grace handelt sofort. Sie löst die Verlobung, da sie von dem Mann keine Hilfe bekommt und macht sich auf den Weg nach Westen.

Nach einer langen Reise kommt sie schließlich in Fort Sill an. Dort erklärt man sie für verrückt, dass sie sich selbst in Indianergebiet wagen wolle, um ihre Schwester und deren Kinder zu suchen. Diese seien doch bestimmt schon tot und außerdem wäre es Sache des Militärs, welches sich außerdem nicht nur um Einzelschicksale kümmern könne. Doch Grace lässt sich nicht überzeugen. Schliesslich erfahrt sie, dass sich höchstens ein gewisser Matthew Stone in das Gebiet trauen und auch Überleben könnte. Matt, der selbst als Junge bei den Komantschen gelebt hatte.

Grace sucht diesen Mann auf. Er besitzt eine winzig kleine Ranch, fängt freilaufende Pferde ein und reitet diese für die Armee zu. Matt ist ganz und gar nicht begeistert, als Grace bei ihm auftaucht. Ihn interessiert auch das Geld nicht, das Grace ihm anbietet. Er geht aber schließlich darauf ein, allerdings zu seinen Bedingungen. So muss Grace allen seinen Befehlen gehorchen und zudem erst schießen und reiten lernen. Und dass ist ganz schon schwierig für die verwöhnte Frau aus der Stadt. Aber schließlich geht es los - auf den Weg ins Indianergebiet.

Ich fand diesen Roman am Anfang ziemlich langweilig, dieser ewig lange Weg, ihre hochnäsige Art, die meint, alles wäre käuflich. Toll fand ich aber, dass man hier sehr viel von der richtig echten (schlimmen) Situation der Indianer erfahren hat.

Geschrieben von Karin M. am 18.02.2001

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