"Süßes Verhängnis"

Originaltitel: Sweet Mercy (1999)

Autorin: Katherine Kincaid

Verlag: Heyne Verlag, August 2002

ISBN: 3-453-21028-X

Preis: 6,50 €

Bewertung: 4.0
 

Im Juni 1774 kommt Lord Ian Montjoy nach Virginia. Ursprünglich, um dort zu Wohlstand zu kommen. Wohlstand deswegen, weil in England genug "arme" Verwandte die Hand bei ihm aufhalten. Wohlstand auch, da er zu stolz ist, seine reiche Verlobte unter diesen Umständen zu heiraten. Er wird aber dann von König George III. gezwungen, auf dieser Reise zu spionieren. Er soll auskundschaften, wie die Bewohner der Kolonien von ihrem König denken und ob sie einen Aufstand planen.

In Virginia trifft Ian auf die temperamentvolle Mercy Collier, die mit kreativen Methoden ihre Verehrer los wird. Ian verfällt dem Charme der eigenwilligen Frau, die eigentlich seine Feindin sein sollte. Gehört Mercy doch zu den glühendsten Anhängern der Unabhängigkeit. Mercy fühlt sich ebenso zu dem Engländer hingezogen, hat ihn aber trotzdem in Verdacht, ein Spion zu sein.

Als der Unabhängigkeitskrieg beginnt merkt Ian, dass er immer mehr für den Freiheitsgedanken der Amerikaner übrig hat. Sowieso hat er sich die ganze Zeit davor gedrückt, Namen von "Verrätern" zu nennen. Ian gesteht Mercy alles - auch seine Gefühle für sie. Ihre Romanze bleibt aber geheim, da Ian in der Öffentlichkeit immer noch den englischen Anhänger mimt - und so für die Amerikaner spioniert.

Bis Mercy eines Tages zu Ohren kommt, dass Ian von den Engländer gefangen genommen wurde......

Das Buch hat leider einen holprigen Anfang. Es gab zwar einige lustige Szenen, doch kam leider hauptsächlich das Verhalten von Mercy als verwöhnte Tochter zum Vorschein. Die Geschichte (und Mercy) hat sich im Laufe der Zeit wirklich verbessert, so dass man das Buch doch sehr empfehlen kann. Besonders denen, die etwas für "verletzte Helden" übrig haben.

Geschrieben von Karin M. am 22.06.2003

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