"Im Arm des Piraten"

Originaltitel: In A Pirate's Arms

Autorin: Mary Kingsley

Verlag: Knaur

Preis: 12,00 DM

Bewertung: 3.0

 

Die eher unscheinbare Rebecca Talbot soll ihre jüngere Schwester Amelia nach London begleiten, die dort von ihrem Verlobten erwartet wird. Allerdings wird das Schiff unterwegs von einem Piraten mit Augenklappe namens Brendan, der auch "The Raven" genannt wird, gekapert. Rebecca erkennt in ihm dem Mann wieder, den sie vor ihrer Abreise kurz im Hafen getroffen hat. Um ihre Schwester vor einer Vergewaltigung zu schützen, bietet sie sich im Austausch Brendan als Geliebte an. Dieser willigt ein, da ihn Rebecca interessiert.

Rebecca, die bereits mit 17 Jahren einen unehelichen Sohn bekam, der dann allerdings am Kindstod starb, findet bei Brendan nach langer Zeit Liebe und Geborgenheit, hat sich ihr Vater schließlich durch ihre Schwangerschaft von ihr abgewandt.  Doch dann wird das Lösegeld für die Geiseln bezahlt und Rebecca und Amelia müssen das Schiff verlassen. Brendan versucht Rebecca zu überzeugen, bei ihm zu bleiben, doch da er ihr das Geheimnis seiner Herkunft nicht preisgeben will, verläßt sie ihn. Danach erfährt sie, Brendan sei ums Leben gekommen.

Ein Jahr später will Ezra, ihr Vater, Amelia gerne (ihr Verlobter hatte sie nach der Entführung nicht mehr heiraten wollen) mit dem schwerreichen Marcus Brand verheiraten. Als dieser den Frauen vorgestellt wird, sind die beiden Frauen über seine Ähnlichkeit mit Brandon zutiefst erstaunt.
Marcus zeigt auch keinerlei Interesse an Amelia, sondern macht Rebecca schnell klar, daß sie seine Auserwählte sei und umwirbt sie zielstrebig. Rebecca fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, doch kann sie Brendan einfach nicht vergessen. Nach und nach wächst in Rebecca der Verdacht, daß es sich in Wirklichkeit doch um Brendan handelt und nach einem Versprecher von ihm hat sie die Gewißheit!

Allerdings lebt Marcus/Brendan gefährlich, da er für die Amerikaner arbeitet, die Krieg mit den Engländern führen. Marcus/Brendan möchte Rebecca erneut mit sich nehmen, doch sie weigert sich, ihren Vater zu verlassen. So trennen sich die Wege der beiden wieder.  Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der beiden erneut. Werden sie diesmal zueinanderfinden?

Das Buch ist eine ganz nette Feierabend-Lektüre, allerdings nicht gerade herausragend. Nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, konnte ich mich kaum noch an die Handlung erinnern. Es gibt bei weitem bessere Piraten-Romane als diesen.

Reviewed am 22.10.99 von Angela

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